Vorher: Wettingen im Jahr 1983, eine Nicht-Stadt von 20 000 Einwohnern. Fotos: ETH Zürich, GTA Archiv, Nachlass Bernhard Hoesli

Wettingen ist überall

1979 untersuchten die ETH-Professoren Bernhard Hoesli und Paul Hofer, wie die Agglomeration zur Stadt umgebaut werden kann. Das beste Beispiel zum Thema bis heute.

Wir sind ratlos. Seit 1960 schon. Seit wir uns eingestehen mussten, dass die Moderne nicht funktioniert. Seit wir Agglomeration bauen, aber keine Städte mehr. Das Ergebnis heisst Zersiedelung und ist überall zu besichtigen. Das ist die Stadt des 20. Jahrhunderts, und sie ist nicht nachhaltig. Das wissen wir und bemühen uns, die des 21. zu finden. Erfolglos. Dabei haben wir so vieles versucht: zuerst die Gartenstadt von Ebenezer Howard und Le Corbusiers Ville radieuse, die beiden Leitideen der Moderne. Später Megastrukturen, Plug-in-City, dann Systembauen und Partizipation inklusive Do-it-yourself, schliesslich Port Grimaud und Seldwyla. Es entstanden Gebäudeansammlungen, aber keine Stadt. Weil wir nicht mehr wissen, was Stadt ist. Heute ist Städtebau nur noch ein Schulfach, das seine eigene Geschichte lehrt, aber keine Praxis kennt.Geschichte ist das Stichwort. Sie liegt nicht hinter uns, wir stehen darauf. Die Agglomeration ist eine Tatsache, und es ist an der Zeit, sie anzuerkennen. Also Abschied nehm...
Wettingen ist überall

1979 untersuchten die ETH-Professoren Bernhard Hoesli und Paul Hofer, wie die Agglomeration zur Stadt umgebaut werden kann. Das beste Beispiel zum Thema bis heute.

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