Bildlegende: Christophe Girot, Angelus Eisinger und Maria Lezzi horchen dem Moderator André Stapfer, Professor für Landschaftsentwicklung an der HSR. Fotos: Sabine Wolf

Wer entwickelt den Raum, wer plant die Landschaft?

Wie jedes Jahr traf sich die Szene der Landschaftsarchitektur am Rapperswiler Tag, um über eine zukunftsfähiger Raumentwicklung in der Schweiz zu diskutieren.

Zum Thema «All inclusive! Den Massstab neu definieren» luden der BSLA und die Hochschule Rapperswil die Szene am 12. April nach Rapperswil. Hiess es 2011 «Connect» und 2012 «Hier lang! Wegweiser zur Landschaft» ging es heuer erneut um die zentrale Frage zukunftsfähiger Raumentwicklung in der Schweiz. Man berührte nicht nur die innerdisziplinären Gräben um das Zusammenwirken von Landschafts- und Freiraumplanung, es ging ans Eingemachte, nämlich darum, wie künftig die Gesamtheit der raumrelevanten Disziplinen von Städtebau und Stadtplanung über Architektur, Freiraum- und Landschaftsplanung so zusammenwirken können, damit eine gemeinsame und identitätsstiftende Vision entwickelt und integral realisiert werden kann. Das Programm bot eine gelungene Melange aus theoretischem Überbau und konkreten Projekten. Christophe Girot, Institut für Landschaftsarchitektur, ETH Zürich, wies in seinem Eröffnungsvortrag unter anderem auf die Notwendigkeit hin, die «stadtimmanente Landschaft» als Schlüsselressource des Stadtumbaus zu betrachten. Angelus Eisinger, frischer Direktor der Regionalplanung Zürich und Umgebung (RZU), zeigte die Rolle und ungenutzten Potenziale der Freiraum- und Landschaftsplanung auf. Landschaft dürfe nicht länger nur das Negativbild des Gebauten sein, dessen, was zwischen Hochbauten als Zufallsprodukte entstehe, sie müsse vielmehr als urbaner Katalysator begriffen werden. Maria Lezzi, Bundesamt für Raumentwicklung ARE, zeigte die Perspektive des Bundes auf «Suburbane Landschaften in der Schweiz» und wies darauf hin, dass neben dessen Engagement vor allem die Gemeinden und Kantone gefordert seien. Die aktuellen Instrumente reichten aus für eine zukunftsfähige Raumentwicklung, sie könnten allenfalls, wie zum Beispiel die Landschaftsqualitätsbeiträge, stärker genutzt werden. Den Vormittag schloss eine kurze Podiumsdiskussion mit der Frage, ob in der...
Wer entwickelt den Raum, wer plant die Landschaft?

Wie jedes Jahr traf sich die Szene der Landschaftsarchitektur am Rapperswiler Tag, um über eine zukunftsfähiger Raumentwicklung in der Schweiz zu diskutieren.

E-Mail angeben und weiterlesen:

Dieser Beitrag ist Teil unseres Abos. Trotzdem möchten wir Ihnen Zugriff gewähren. Geben Sie uns Ihre E-Mail-Adresse und wir geben Ihnen unseren Inhalt – Deal?