«Was von Planung übrig bleibt»

Das Voralberger Projekt «Vision Rheintal» hat ein emotionales Thema aufgegriffen: den Widerstand gegen die Dichte. Vorträge von einer Fachtagung und das aktuelle Magazin stehen nun online zur Verfügung.

«Wer mit Planung zu tun hat», sagt Sabina Danczul, «bekommt es sehr leicht mit ihrem Zwillingsbruder zu tun, dem Widerstand. Widerstand gegen eine Idee, gegen Veränderung ist zutiefst menschlich. Selten ist er rational, und die Ursachen dafür liegen oft ganz woanders.» Danczul ist Projektleiterin von «Vision Rheinthal», der gemeinsamen Projektplattform von 29 Voralberger Rheintalgemeinden, die sich hauptsächlich mit der gemeindeübergreifenden baulichen Entwicklung auseinandersetzt. Widerstand – im speziellen gegen Verdichtung nach innen – sei im Planungsalltag so präsent, dass man dem emotionalen Thema eine eigene Veranstaltung und die aktuelle Ausgabe des Magazins «Vision konkret» gewidmet habe, schreibt Sabina Danczul.
«Was von Planung übrig bleibt. Dichte: vom Umgang mit Widerständen» nannte sich die Fachtagung, die diesen Fragen gewidmet war und nach konkreten Lösungsstrategien suchte. Neben anderen sprach Margrit Hugentobler über «Dichte und soziale Verträglichkeit» und Roland Gruber über das «Erzeugen von Einverständnis im Dorf»; Raimund Fend stellte die Frage «Können Gesetze Konflikte lösen?» in den Raum.
Das Thema ist zweifelsfrei auch auf der hiesigen Seite des Rheins aktuell. Den Interessierten stehen nun die Vorträge von sieben Fachleuten als Video sowie das Magazin als Download zur Verfügung.

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