Landschaftsschützer Raimund Rodewald hat aus der Philosophie konkrete Tipps für die Raumplanung abgeleitet.

Tipps für eine glücklich machende Raumplanung

Gibt es Glück aufgrund von Raumplanung? Ja, sagt Landschaftsschützer Raimund Rodewald und legt dazu kurze, einleuchtende Gedanken vor.

 

Landschaft ist Gras, Baum, Fels und Bach – aber nicht nur. Sie ist auch Empfindung und Gefühl. Und diese sind immer wieder anders, je nach Aktivität und Befinden, je nach kultureller Prägung, je nach Mensch. Raimund Rodewald, seit 28 Jahren Geschäftsführer der Stiftung Landschaftsschutz, pflegt neben seiner Alltagsarbeit auch einen philosophischen Zugang zur Landschaft. Aus Erkenntnissen von Philosophinnen und Philosophen hat Rodewald Tipps für glücklich machende Landschaften abgeleitet. «Natur und Wildnis in Siedlungsnähe fördern. Vermischen statt entmischen. Gemeinschaften fördern und mehr Gewicht auf Partizipation legen. Die Zugänglichkeit, die Aufenthaltsqualität und die Handlungsmöglichkeiten in der Landschaft stärken. Arkadische Orte ermöglichen und den Tourismus aus dem toten Winkel der Raumplanung lösen.» So heissen einige von Rodewalds Tipps. Sie leuchten ein und sind schon fast ein Mini-Manual für eine gute Raum-Planung.
Rodewald trug diese Tipps für die Raumplanung vor an einer Veranstaltung des Bundesamts für Raumentwicklung ARE im Rahmen der Swissbau. Man ging dabei Fragen nach wie: Gibt es Glück aufgrund von Raumplanung? Wären wir glücklicher oder unglücklicher ohne Raumplanung? Lässt sich eine «glücklich machende» Landschaft planen? Man sprach also über Gefühle in der Raumplanung, und das ist doch eher selten – und lohnend.

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Kommentare

Andreas Konrad 28.01.2020 21:11
Kann man auch einfacher halten. Für die Stadt gilt der simple Satz : Blockrand in warmen Erdtönen und gegliederten , eleganten Fassaden mit dazwischenliegenden Parks macht glücklich , trostlose « Commie Blocks » in wilder Farb- und Materialpalette , die ungeplant in der Gegend herumstehen , unglücklich . Das Rezept ist seit dem 15 . Jahrhundert , wenn nicht schon früher , bekannt . In der Schweiz scheint sich das , schaut man sich die Bautätigkeit an , noch nicht überall herumgesprochen zu haben . Deshalb : Die unerträgliche Nachkriegsmoderne mit all ihren grausamen Folgeerscheinungen gehört definitiv auf den Müllhaufen der Geschichte .
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