Appenzell Ausserrhoden will die kommunalen Ortsbildschutzzonen abschaffen.

Ortsbilder unter Druck

Appenzell Ausserrhoden will die kommunalen Ortsbildschutzzonen abschaffen. Bringt dies den nötigen Bauschub in die Dorfkerne? Oder geht damit die gebaute Identität verloren? Hochhparterre lädt zum Städtebaustammtisch am 9. April im Zeughaus Teufen.

Appenzell Ausserrhoden hat ein Problem: In die alte Bausubstanz in den Dörfern wird zu wenig investiert. Darum will der Kantonsrat die kommunalen Ortsbildschutzzonen abschaffen. Bringt diese Lockerung Bewegung in die vernachlässigten Quartiere, wie die Befürworter meinen? Oder geht damit die baukulturelle Identität verloren, wie die Gegner monieren? Wie streng sollen die Gesetze sein? Wie wichtig ist die Beratung? Wie viel Denkmalpflege braucht es? Über diese Fragen diskutiert Hochparterre-Redaktor Andres Herzog am Städtebaustammtisch mit Gilgian Leuzinger, FDP-Kantonsrat und Geschäftsführer der Wohnbaufirma Relesta, Fredi Altherr, Denkmalpfleger Appenzell Ausserrhoden, Eva Keller, Architektin, und Christian Wagner, Professor für Raumplanung an der HTW Chur. Die Diskussion findet am Donnerstag, 9. April, im Zeughaus Teufen statt. Anmeldung bis 7. April.

Kommentare

Werner Hanselmann 10.04.2015 22:35
Heimatschutz AR unter neuem Präsidium Am 2. Mai findet eine Neuwahl des Präsidiums des Heimatschutzes AR statt. Es ist zu erwarten, dass Eva Louis aus Stein AR als neue Präsidentin bezüglich der Beratung in der Ortsbildschutzzone ein besseres Gspüri hat und nicht Ja sagt zu einem ungegliederten Flachdachkubus von 26 m Länge und 11 m Höhe mit überdimensionierten Aquarium-Fenstern, und dies in der Ortsbildschutzzone äussere Schmiedgasse in Herisau. Ortsbildschutz- und Kernzonen haben ja den Zweck, dass Renovationen, Neu- und Umbauten sich der Umgebung anpassen, die appenzellische Baukultur zu fördern und Rücksicht auf die umgebenden Fassaden und die Dachlandschaft zu nehmen. Es kommt nur auf den guten Willen an und nicht, ob es Ortsbildschutz- oder Kernzone genannt wird. In diesem Sinn sehe ich einem revidierten Baugesetz gelassen entgegen; es braucht kein Heimatschutz-Referendum!
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