Das Geviert neben dem «Klubhaus» in St.Gallen gehört jetzt der öffentlichen Hand. Das eröffnet dem Quartier Bahnhof Nord neue Chancen. Fotos: zVg

Neue Chance für ein Bahnhofareal

Mit einer rechtlichen und sozialräumlichen Analyse und einem partizipativen Verfahren gibt der St.Galler Stadtrat dem Areal Bahnhof Nord eine neue Chance.

Die Nordseite des St.Galler Bahnhofs ist ein städtebauliches Durcheinander. Zwischen der kulturell genutzten, sorgfältig sanierten Lokremise und der neuen Fachhochschule stehen Einzelbauten und eine Brache wird als Parkplatz genutzt. Dazwischen liegt auch das Restaurant «Spanisches Klubhaus». Dieses Klubhaus und die Nachbarliegenschaft hatte die Familienausgleichskasse des Gewerbes gekauft um dort ein Bürohaus zu errichten. Dafür war bereits ein städtebaulicher Wettbewerb lanciert worden, doch der platzte: Die Jury kritisierte, dass nur vier Teilnehmer eingeladen wurden und dass die Umgebung nicht hätte mitgeplant werden dürfen. Nach dem Rückzug der Jury sagten auch die eingeladenen Büros ab. Die Fachverbände und der Heimatschutz St.Gallen/Appenzell-Innerrhoden verlangten darauf hin eine grossräumigere Quartierplanung.

Diese Forderung setzt die Stadt St.Gallen nun um. Dafür hat sie der Familienausgleichskasse jetzt die Liegenschaften abgekauft und dank eines zusätzlichen Landtauschs besitzt die öffentliche Hand nun ein ganzes Geviert. Bevor aber konkret weiter geplant wird, soll eine rechtliche und sozialräumliche Analyse den Handlungsspielraum aufzeigen. Danach wird im Dialogverfahren unter externer Leitung eine partizipative Planung gestartet – erst dann wird ein Projektwettbewerb folgen. Die Stadt will ihren Boden später einem Investor im Baurecht abgeben.

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