Nationale Stiftung Baukultur gegründet

Baukultur erhält in der Schweiz eine neue Stimme: öffentliche Hand, Verbände, Privatwirtschaft und Wissenschaft spannen zusammen und haben die Stiftung Baukultur Schweiz gegründet.

«Die Stiftung will den Dialog unter den Akteuren festigen, das Bewusstsein für hohe Baukultur in der Bevölkerung stärken sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Bereich der Baukultur fördern» heisst es in einer Medienmitteilung von heute. Die Auseinandersetzung mit der Baukultur habe in den vergangenen Jahren national, aber auch international an Bedeutung gewonnen. «Die Aktualität der Thematik ist in der Schweiz namentlich auf zwei politische Vorstösse zurückzuführen: die 2018 von zahlreichen europäischen Kulturministerinnen und – ministern im Vorfeld des WEF unterzeichnete Davos Declaration sowie die am 26. Februar 2020 verabschiedete interdepartementale Strategie zur Förderung der Baukultur des Bundes», schreiben die Initianten weiter. Getragen wird die Stiftung von Bund, Wirtschaft, Hochschulen und Verbänden. Das Bundesamt für Kultur garantiert zusätzlich eine Anschubfinanzierung bis 2024. Präsidiert wird sie von Enrico Slongo, Stadtarchitekt der Stadt Fribourg. Das Vizepräsidium teilen sich Lukas Bühlmann (ehem. Direktor des Raumplanungsverbandes EspaceSuisse) und der Bau- und Immobilienunternehmer Balz Halter (VRP Halter AG). Komplettiert wird der 12-köpfige Stiftungsrat durch die Direktorin des Städteverbandes Renate Amstutz, ETH-Professor Tom Avermaete, Architekt Markus Burkhalter, den Präsidenten des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA) Stefan Cadosch, den Geschäftsführer des Schweizer Heimatschutzes Stefan Kunz, die Präsidentin des Bundes der Schweizer Architekten (BSA) Ludovica Molo sowie Valentin Müller, CEO UTO Real Estate Management, die oberste Genfer Kantonsplanerin Ariane Widmer Pham und Susanne Zenker, Geschäftsleitungsmitglied der SBB Immobilien und Leiterin Development. Der «strategische Fokus» der Stiftung liege erstens auf Prozessen und Verfahren, die zu hoher Baukultur führen, zweitens auf der Definition von Schwerpunktthemen und der Durchführung entsprechender Veranstaltungen und drittens auf der Initiierung und Unterstützung von Projekten und Prozessen mit Modell-Charakter. Gerade im Hinblick auf aktuelle Herausforderungen wie Ressourceneffizienz, Verdichtung und die damit verbundenen technologischen Entwicklungen gewinne die Baukultur weiter an Bedeutung.

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