Online-Tagung der Accademia in Mendrisio zur Qualität von Dichte.

Mehr Dichte? Weniger Dichte?

Am neu gegründeten Institute of Urban and Landscape Studies ISUP der Accademia Mendrisio läuft eine spannende internationale Konferenz – unter den gegebenen Umständen online und damit weit herum zugänglich.

Kürzlich gründete die Accademia di Architettura in Mendrisio das Institut für Urbane und Landschaftliche Studien (Istituto di studi urbani e del paesaggio, Institute of Urban and Landscape Studies ISUP). Es wird gestern und heute mit einer interessant besetzten Konferenz eingeweiht.

Sie stellt die ketzerisch klingende Frage, ob mehr bauliche Dichte überall sinnvoll sei oder ob lebensräumliche Qualitäten auch unabhängig davon gefunden, etabliert und gepflegt werden könnten. Die Forschenden und Lehrenden wollen Dichte als konzeptionelle Kategorie untersuchen und neu denken – vor allem über die städtischen Grenzen hinaus. Denn: «Dichte Lebenswelten sind heute in vielen Weltgegenden die Norm und die Unterscheidung in ländlich und urban ist obsolet. Die globalisierte Realität ist komplexer und neue räumliche Einheiten entstehen laufend durch die Mobilität von Menschen, Gütern und Dienstleistungen.»

Am heutigen zweiten Tag der Konferenz steht der übergeordnete Massstab im Vordergrund. Um 10 Uhr startet das von Nationalfonds-Förderprofessor Sascha Roesler zusammengestellte Programm unter dem Titel «Resources: Urban energy landscapes and the question of density» mit Vorträgen von Fanny Lopez, Carola Hein, Dominic Boyer, Milica Topalovic sowie Kim Förster. Am Nachmittag sprechen Martin Vanier, Keller Easterling, Tom Avermaete und Paolo Amaldi zur Frage der regionsüberschreitenden räumlichen Wechselwirkungen.

Das ISUP wurde aufgebaut, um die Forschung zu Stadt- und Landschaftsthemen in Mendrisio zu strukturieren, auszubauen und mit bestehenden Instituten zu verbinden wie dem LabTi (Laboratorio Ticino), OST (Osservatorio dello Sviluppo Territoriale) oder LabiSAlp (Laboratorio di Storia delle Alpi). Leitende Professoren sind Jonathan Sergison, Direktor, Frédéric Bonnet, João Nunes und Sascha Roesler.

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