Klimaspuren – die Wanderung zu Schauplätzen des Klimawandels Fotos: Madlaina Janett

Klimaspuren – eine klimapolitische Wanderung von Ilanz nach Genf

Klimaspuren sind lanciert. Eine sechswöchige Wanderung von Ilanz nach Genf zu den Schauplätzen der Klimakrise. Eingeladen sind alle Wanderlustigen und Klimaneugierigen.

Vom 1. Juni bis zum 12. Juli wandert eine bunte Gruppe von Ilanz in der Surselva zum Bodensee. Dann durch das Mittelland und dem Jura nach gegen Genf. Klimaspuren – die Wanderinnen und Wanderer besichtigen die Spuren des Klimawandels. Sie protestieren gegen die Unvernunft derer, die uns, die Schweiz und die Welt in den Abgrund treiben. Sie besuchen auch Spielräume, die zeigen, was fürs Klima getan werden kann: Forscherinnen, die Power-to-gas machen, Architekten und Bauherren, die klimavernüftige Häuser bauen, Bäuerinnen, die ihre Höfe zukunftsfähig führen. Zwischen Ilanz und Genf gibt es so gut 50 Ortstermine zu Verkehr, Finanzplatz, Produktion, Architektur, Planung, Wissenschaft und Forschung, Infrastruktur, Konsum, Energie, Landschaft, Landwirtschaft und Wald: Was geschieht wo und wie für Netto null Treibhausgase? Und wo sitzen die Sünder? Sie müssen benannt und angeklagt werden.

Alle wandern mit
Ab 1961 ging die Schweiz auf Radiowanderung. Bis zu 1500 Menschen wanderten hinter Radio Beromünster jeweils sonntags zusammen mit den populären Radiomoderatoren durchs Land. Klimaspuren nehmen diese Tradition auf. Alle können mitwandern von Ilanz nach Genf, sei es eine oder mehrere Etappen.

Diese dauern vier bis sieben Wanderstunden am Tag, damit genügend Zeit und Raum ist für die Lokaltermine und Veranstaltungen, das Zusammensitzen, Reden, Essen, Trinken und Ausruhen. Die Wanderinnen sind zu den Veranstaltungen, Besichtigungen, Begegnungen und Festen eingeladen. Und werden gebeten eine Kollekte zu zahlen, denn Klimaspuren sind aufwändig. Da die Anzahl Wanderinnen für jede Etappe beschränkt ist, wird Anmeldung auf klimaspuren.ch bald empfohlen.

Tue Gutes und sprich darüber
Klimaspuren sind auch eine ausgedehnte Kampagne für eine wirksame und breit abgestützte Klimapolitik. Dafür macht Klimaspuren vielseitig Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Im Kern ist klimaspuren.ch – die Informationstafel der Wanderinnen, mit einer Internet-Zeitung für die politische, wissenschaftliche und kulturelle Debatte. Hochparterre und die WochenZeitung WoZ werden mit ihren Mai-Ausgaben ein Programm- und Ideologieheft verbreiten. Radiostationen, Zeitungen, Zeitschriften am Wegrand werden mit guten Geschichten versorgt. Zu Klimaspuren wird ein Dokumentarfilm gedreht und als Bilanz erscheint das Buch über den Stand und die Erkundung Netto Null jetzt. Schliesslich wird Klimaspuren unterwegs über diverse Plattformen im Netz die sozialen Medien füttern. So kann, wer zu Hause bleibt, virtuell mitwandern.

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