Die Siedlung Else-Züblin-Strasse heute: breite Wege, Rampen usn sechs- und siebengeschossige Häuser – die Grünflächen aber fliessen nicht mehr. (Foto: Heinz Unger)

In die Enge getrieben

Zürich soll dichter werden. Doch was geschieht dabei mit den Freiräumen zwischen den Gebäuden? Eine Kritik.

Einigkeit herrscht: Zürich wird nachverdichtet, und es ist gut so. Für die einen ist es Teil eines Legislaturziels, für die anderen ein Mittel, die offene Landschaft zu erhalten, und für manche ein gutes Geschäft. Genossenschaften wittern Morgenluft, denn seit den Revisionen der Bau- und Zonenordnung der vergangenen Jahre locken Arealüberbauungen mit mehr als 6000 Quadratmetern mit grösseren Ausnutzungsziffern. Betroffen sind zahlreiche Siedlungen der 1940er- und 1950er-Jahre. Diese prägen die Quartiere aus der Ära des organischen Städtebaus von Stadtbaumeister Albert Heinrich Steiner, sie stehen am Fusse des Uetlibergs, in Schwamendingen oder Seebach.Grosszügige Grünflächen fliessen durch die Zeilensiedlungen und verbinden sie über Grünzüge, in denen Freibäder und Schulen stehen, mit der offenen Landschaft. Wegen der geringen Ausnutzungsziffer scheinen die Gebäude wie in einen Park eingebettet. Wege und Mauern wurden so dezent wie möglich gesetzt, damit das landschaftliche Bild sich entfal...
In die Enge getrieben

Zürich soll dichter werden. Doch was geschieht dabei mit den Freiräumen zwischen den Gebäuden? Eine Kritik.

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