Alfred Escher und Eduard Gruner (oben), Flora Ruchat, Adolf Ogi, Marie-Laurence Brustlein

Gottardo 2016: Ausstellung mit Hommage an Flora Ruchat

Die Ausstellung «Gottardo 2016» stellt den Gotthard-Basistunnel vor. Eines der Porträts im Bereich Geschichte zeigt Flora Ruchat-Roncati, die massgeblich für die Architektur der Tunnelportale verantwortlich war.

Die Ausstellung «Gottardo 2016» wird bis im nächsten Frühjahr in neun Schweizer Bahnhöfen Station machen. Heute war Première im Hauptbahnhof Zürich. Blickfang der Ausstellung ist – zumindest an den grossen Bahnhöfen – ein Ring mit 9,5 Metern Durchmessern, der die Tunnelröhre symbolisiert. Fünf Themenmodule thematisieren die Geschichte, die Zahlen und Fakten, die Technik und die Bedeutung des Projekts für die Schweiz. Ein Kurzfilm zeigt eine Vorstellung der Mobilitätsformen im Jahr 2050.

Im Bereich «Geschichte» illustrieren fünf Protagonisten den langen Weg, den es von der ersten Idee bis zur Realisierung des Bauwerks brauchte. Eines der fünf Porträts zeigt Flora Ruchat-Roncati, die als Mitglied der Beratungsgruppe für Gestaltung der Alptransit Gotthard massgeblich für die Architektur der Tunnelportale und der übrigen sichtbaren Bauwerke verantwortlich war. Zudem wird die 2012 verstorbene Architektin als erste ordentliche Professorin der ETH Zürich (gewählt 1985) gewürdigt.

Ihre Kolleginnen und Kollegen in der Ausstellung sind Alfred Escher, der «Vater des Schienenverkehrs» auf der Nord-Süd-Achse des Gotthards, der Ingenieur Eduard Gruner, der schon 1947 eine Vision für einen Tunnel von Amsteg nach Bianca festhielt, Adolf Ogi, der als Bundesrat das Projekt vorantrieb und schliesslich Marie-Laurence Brustlein, die stellvertretend für das Schweizer Volk steht, das den Gotthard-Basistunnel in sechs Abstimmungen genehmigte.

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