Projekt «Collatio» von Franziska Gräub, Fabian Lehmann, Angela Niklaus, Isabelle Oechslin, Melina Staub.

Gewerbe statt Kehrichtverbrennung

In Zürichs Kreis 5 raucht noch bis 2022 eine Kehrichtverbrennungsanlage neben dem Kultur- und Ladenzentrum «Viadukt». Der Gewerbeverband der Stadt Zürich fordert: «Gewerberaum statt Kehricht». Und er spannt dafür die Hochbauzeichner-Stiftinnen und Stifte ein, die mit Projekten zeigen wie das geht. Köbi Gantenbein hielt eine Laudatio auf die beherzten Arbeiten der Lehrlinge.

In Zürichs Kreis 5 raucht eine grosse Kehrichtverbrennungsanlage neben dem Kultur- und Ladenzentrum «Viadukt». 2022 werden die Flammen erlöschen. Der Gewerbeverband der Stadt Zürich nutzt diesen Termin schon jetzt und fordert: «Gewerberaum statt Kehricht». Sein Präsident Richard Späh besann sich dabei des Kerns seines Architektenberufs: «Mach ein Projekt, schreib kein Traktat». Er hat Markus Albrecht von der baugewerblichen Berufsschule in Zürich dafür gewonnen, er möge mit seinen Lehrlingen fürs Hochbauzeichnen, Entwürfe finden, wie aus der Kehrichtindustrie Raum für Schreiner, Schmiede, Bäcker, Malerinnen und so weiter werden könnte. Eine Jury hat schliesslich 19 Arbeiten beurteilt. Baustadtrat André Odermatt verteilte die Preise: Ruhm, Ehre und Geld. Was die Jury herausgefunden hat, weiss ihr Bericht. Die Ausstellung der Arbeiten ist noch bis zum 2. April geöffnet. Ein Besuch lohnt sich, weil er den bemerkenswerten Stand der Lehrlingsausbildung vorführt. Köbi Gantenbein, Hochparterres Chefredaktor, trug eine Laudatio bei als sich die jungen Hochbauzeichnerinnen und -zeichner, ihre Lehrmeister, Eltern, Freunde und die Gewerbler zu einer Vernissage im Berufsschulhaus an der Lagerstrasse 55 in Zürich trafen. «Gelernt ist gelernt – zum Metier der werdenden Architektin. Sechs Gedanken zu den Ideen der Stiftinnen und Stifte des Hochbaus, die aus der Kehrichtverbrennung Josefstrasse ein Gewerbehaus machen wollen.Die jungen Füchsinnen und Füchse, die als Lehrlinge des Hochbaus ins Metier einsteigen, sind herzhaft, unverbraucht und himmelschweifend. Das berührt mich. Und zugleich beeindruckt mich, wie professionell sie das Metier lernen und wie gekonnt die Lehrmeister und Lehrerinnen ihre Nachkommenden in den Diskurs über Architektur hineinziehen. Die Themen, entlang denen die ETH vorspurt, was das Können und Vermögen der Architektin ausmachen, schauen gewitzt ...
Gewerbe statt Kehrichtverbrennung

In Zürichs Kreis 5 raucht noch bis 2022 eine Kehrichtverbrennungsanlage neben dem Kultur- und Ladenzentrum «Viadukt». Der Gewerbeverband der Stadt Zürich fordert: «Gewerberaum statt Kehricht». Und er spannt dafür die Hochbauzeichner-Stiftinnen und Stifte ein, die mit Projekten zeigen wie das geht. Köbi Gantenbein hielt eine Laudatio auf die beherzten Arbeiten der Lehrlinge.

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