«Gerechter: Die Entwicklung der Bau- und Zonenordnung der Stadt Zürich»

Gerechter – die Bau und Zonenordnung Zürichs seit 1946

Die Stadt Zürich hat zu debattieren begonnen, wie sie ihre Bau- und Zonenordnung revidieren soll. Das Amt für Städtebau, das die Teilrevision der BZO 14 leitet, hat nun eine Broschüre verfasst: «Gerechter». Sie erzählt die Geschichte dieses Reglements seit 1946 das erste erlassen worden ist.

Jede Revision der BZO wird im selben Schema präsentiert, Vorgestellt werden einerseits die wichtigsten ökonomischen Veränderungen und die massgebenden politischen Ereignisse der Epoche und andererseits die Antworten der BZO, die 1963, 1974, 1992, 1995 und 1999 angepasst worden ist. Und wie nun das Nötige für die BZO 14 eingerichtet werden soll. So lernen wir, dass der Druck und auch der politische Wille der politischen Mehrheit, bezahlbare Wohnungen zu bauen, massgebend für die Entwicklung der BZO ist. Wichtig ist die Auseinandersetzung um Arbeitsplätze zuerst in der handfesten, später in der Finanzindustrie. Spannend ist, wie die Stadt planerisch auf den kulturellen Zeitgeist reagiert hat und so z.B. ab 1974 Fragen ästhetischen Fragen immer mehr Gewicht gibt. Richard Heim und Isabelle Ritschard zeigen mit diesem Büchlein, wie die verrechtlichte und trockene Angelegenheit BZO klug und spannend erzählt werden kann. Und sie schildern, dass eine BZO kein steriles Regelwerk ist, sondern auf die Konflikte und Moden ihrer Zeit reagiert. Die Latte hoch legt der zügige Titel: «Gerechter». Ein Adjektiv, das immerhin die politische Ambition des Departementes für Hochbau der Stadt Zürich auf einen klaren und deutlichen – und guten – Nenner bringt. 

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