Das wiederaufgebaute Stadtschloss (‹Humboldtforum›): Die neue Senatsbaudirektorin sass im Kommitee. Drohen Berlin nun weitere Rekonstruktionen? Fotos: Werner Huber

Form vor Prozess

Petra Kahlfeldt ist die neue Senatsbaudirektorin in Berlin. Ihre traditionalistische Architekturauffassung stösst auf Kritik. Für die Berliner Stadtplanung ist das ein Richtungswechsel um 180 Grad.

Auch der offene Brief von ‹Arch+› hat am Ende nicht geholfen: Ohne ein Auswahlverfahren und ohne öffentliche Diskussion hat der neue Berliner Bausenator Andreas Geisel die Architektin Petra Kahlfeldt zur Senatsbaudirektorin bestimmt. Diese Ernennung zeigt, wie stark politisiert dieses Amt in Berlin ist - in ihr manifestiert sich ein Richtungswechsel um 180 Grad gegenüber der Vorgängerin Regula Lüscher. Petra Kahlfeldt steht für eine traditionalistische Architekturauffassung, wie sie Lüscher-Vorgänger Hans Stimmann in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren pflegte. Stimmanns Vorgehen mit engen gestalterischen Vorgaben wurde von Architekten wie Hans Kollhoff, Christoph Mäckler oder Josef Paul Kleihues unterstützt. Ebenso gross war aber auch die Kritik von Berufskollegen wie Daniel Libeskind, Rem Kohlhaas, Richard Meier und anderen an Stimmanns Vorstellung des «steinernen Berlin». Ein Ergebnis von Stimmans Wirken ist die wiederhergestellte Stadtstruktur der Dorotheen- und der Friedrichstadt in Be...
Form vor Prozess

Petra Kahlfeldt ist die neue Senatsbaudirektorin in Berlin. Ihre traditionalistische Architekturauffassung stösst auf Kritik. Für die Berliner Stadtplanung ist das ein Richtungswechsel um 180 Grad.

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