Querschnitt durch das alte Bahnhofgebäude und den neuen Tiefbahnhof Fotos: Plangrundlagen: IG Zalo

Es rumpelt unter dem HB

Der Zürcher Bahnhof Löwenstrasse ensteht, ohne dass man viel davon merkt. Die Ingenieure arbeiten unterm Wasserspiegel. Kann man diesem Bahnhof — dem mit Abstand grössten der Schweiz — einfach so den Boden unter den Füssen wegziehen? Und erst noch so, dass niemand etwas davon merkt? Man kann, wie der Bau des viergleisigen Durchgangsbahnhofs Löwenstrasse beweist.

Der Zürcher Bahnhof Löwenstrasse ensteht, ohne dass man viel davon merkt. Die Ingenieure arbeiten unterm Wasserspiegel.Jeden Tag durchqueren rund 350 000 Passantinnen und Passanten den Hauptbahnhof Zürich. 1500 Züge fahren ein und aus, mehr als 3000 Menschen arbeiten hier für die Bahn oder für die mehr als hundert Läden und 31 Restaurants. Und quer durch alles fliesst auch noch die meist zahme, mitunter aber auch wilde Sihl. Kann man diesem Bahnhof — dem mit Abstand grössten der Schweiz — einfach so den Boden unter den Füssen wegziehen? Und erst noch so, dass niemand etwas davon merkt? Man kann, wie der Bau des viergleisigen Durchgangsbahnhofs Löwenstrasse beweist. Das «ob» war ohnehin keine Frage an die Ingenieure, sondern «wie». Denn der Bahnhof gehört zur neuen Durchmesserlinie von Zürich-Altstetten via HB nach Zürich-Oerlikon.Der Laie mag wenig Probleme sehen, schliesslich hat man schon vor 25 Jahren den S-Bahnhof Museumstrasse gebaut: ebenfalls unterirdisch, ebenfalls als Durchmesserlinie und ebenfalls unter der Sihl hindurch. Bloss konnte man damals den Nordtrakt des Hauptbahnhofs abbrechen, zwei Perrongleise ins Provisorium «Nebenwil» verlegen und damit an der Museumstrasse einen wenn auch engen, so doch freien ebenerdigen Bauplatz schaffen. Das ging diesmal nicht — ausser man hätte sowohl die halbe Perronhalle von 1930 (plus eines der Dächer von Meili, Peter und Fickert & Knapkiewicz von 1997) als auch Jakob Friedrich Wanners Aufnahmegebäude von 1871 samt Triumphbogen abgetragen und anschliessend wieder aufgebaut. Undenkbar in jeder Hinsicht — baulich, betrieblich, denkmalpflegerisch. Also waren die Ingenieure gefordert.Km 200.000 – 200.684: Vorbahnhof und Stadttunnel «Die besondere Schwierigkeit besteht darin, dass wir mit unterschiedlichen Baumethoden auf die verschiedenen Situationen reagi...
Es rumpelt unter dem HB

Der Zürcher Bahnhof Löwenstrasse ensteht, ohne dass man viel davon merkt. Die Ingenieure arbeiten unterm Wasserspiegel. Kann man diesem Bahnhof — dem mit Abstand grössten der Schweiz — einfach so den Boden unter den Füssen wegziehen? Und erst noch so, dass niemand etwas davon merkt? Man kann, wie der Bau des viergleisigen Durchgangsbahnhofs Löwenstrasse beweist.

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