Tiefe Preise, hoher Landverschleiss: Billigdiscouter wie Aldi und Lidl verschlucken Boden. Fotos: zVg

Discounter disziplinieren

Die Schweizerische Vereinigung für Landesplanung VLP will den Bodenverschleiss von Billigläden wie Aldi oder Lidl bremsen. Sie fordert die Discounter auf, verdichtet und zentral zu bauen. Und sie rät den Gemeinden, wie sie die Grossmärkte am richtigen Ort ansiedeln können.

Sie locken Sparsame mit tiefen Preisen, verschwenden aber Boden ohne Scham. Die Rede ist von Billigläden wie Aldi oder Lidl, die eingeschossig und autoumstellt die Vorstädte zubauen. Die Schweizerische Vereinigung für Landesplanung VLP-ASPAN hat nun die Nase voll. Im Magazin Inforaum fordert sie die Discounter auf, verdichtet und zentral zu bauen. Und sie rät den Gemeinden, wie sie die Grossmärkte am richtigen Ort ansiedeln können. Da die Bauvorhaben meistens zonenkonform seien, bleibe den Gemeinden nichts anderes übrig, als die Projekte zu bewilligen. «Ein Hindernis für die Erteilung einer Baubewilligung kann allenfalls die ungenügende Erschliessung sein», so die VLP. Eine bessere Methode sei, schon in den Zonenvorschriften Verkaufsflächen auszuschliessen. Das sei in den meisten Kantonen erlaubt. Problematisch sei jedoch, dass die Industrie- und Gewerbezonen am Ortsrand oft bereits in der Nachbargemeinde lägen, die Einschränkung also nicht greife. Dennoch empfiehlt die VLP die Anpassung der BZO an das revidierte RPG zu nutzen, um die Detailhändler zu disziplinieren. «Im Nachhinein Fehler zu korrigieren, ist um Einiges schwieriger.»

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