An der Egg hinter Elm steht der grösste neue Stall im Sernftal. Das riesige Volumen ist weder ortsbaulich noch architektonisch in die schmale Talsohle eingebettet.
Fotos: Andrin Winteler

Die Stallblähung

Die Landwirtschaft erlebt einen Bauboom. Landauf, landab blähen sich die Ställe. Darum muss auch hier gelten: Je grösser der Bau, desto sorgfältiger die Planung.

Adelheid, Babette und Cäcilia hiessen die Kühe des Bauern Johann Marti im Glarner Sernftal. 1970 besass er zwölf Stück, und jede gab 5000 Liter Milch im Jahr. Sie standen angebunden im stattlichen Stall, den er gerade gebaut hatte. Jede hatte darin 1,1 mal 1,7 Meter Platz. Sein Sohn, Hans junior, übernahm den Hof 2003. Er baute ihn aus, und vor Kurzem konnte er mit eigenem Geld, zinslosen Darlehen und Subventionen einen prächtigen Laufstall mit allen Schikanen erstellen: Heukran, Melkstand mit Hofabfuhr und eine Remise für die Maschinen. Action, Babybell und Candy haben die Kinder drei Kühe seiner mittlerweile auf 32 Tiere gewachsenen Herde getauft. Jede gibt 9000 Liter Milch im Jahr. Angebunden sind sie nicht mehr, sie suchen Fressplatz und Wasser selbst und ruhen in Laufstallboxen von 1,25 mal 2,6 Meter.Grössere Tiere und neue Tierhaltungsvorschriften sind zwei Treiber der Stallblähung, der massiven Vergrösserung von Landwirtschaftsbauten. Auch wir Menschen haben unsere Wohnfläche seit 1950 verd...

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