Die Liste führt 30'000 Gärten auf, hier jener vor dem Beatrice von Wattenwyl-Haus in Bern. Fotos: zVg © Simon Orga

Die Gärten der Schweiz

Das Bundesamt für Kultur und ICOMOS Suisse präsentieren ein grünes Mammutprojekt: Sie haben 30'000 private und öffentliche Gärten katalogisiert, die vor 1960 entstanden sind.

Der Siedlungsdruck in der Schweiz ist hoch und damit steigt die Gefahr, wertvolle Grünanlagen grau zu überbauen. Das Bundesamt für Kultur BAK und ICOMOS Suisse, die nationale Landesgruppe des internationalen Rats für Denkmalpflege und historische Stätten, präsentieren nun ein Mammutprojekt zum Erhalt der helvetischen Gärten. Während zwanzig Jahren haben sie flächendeckend sämtliche privaten und öffentlichen Gärten von kulturellem Wert erfasst, die vor 1960 entstanden sind. Die «Liste historischer Gärten und Anlagen der Schweiz» umfasst 30'000 Objekte und kann online durchstöbert werden. Sie ist nicht rechtsverbindlich und dient nur als Grundlage für Inventare und Schutzmassnahmen. Darum zeigt das BAK und ICOMOS Suisse in einem Leitfaden auf, wie historische Grünanlagen planerisch und rechtlich langfristig erhalten werden können. In den nächsten zwei Jahren will das BAK zudem Gemeinden, die ihre Gärten sichern wollen, mit einer Reihe von Pilotprojekt unterstützen.

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