Blick über die obere Linthebene mit dem Escherkanal Fotos: Linthwerk

Das sanierte Linthwerk

Ende April schliessen die Kantone Schwyz, St. Gallen und Glarus das Projekt Linth 2000 ab. Während 15 Jahren planten und bauten sie an der Sanierung und Renaturierung von Escher- und Linthkanal.

Zwischen 1780 und 1810 errichtete Hans Konrad Escher mit einer Schar von Ingenieuren und einer Heerschar von Arbeitern das Linthwerk. Das Bauwerk Eschers korrigierte den ungeregelten Lauf der Linth, die Weesen und die obere Linthebene immer wieder zerstörerisch überschwemmte. Die Ingenieure leiteten die Glarner Linth mit dem Escherkanal in den Walensee um und kanalisierten die aus dem Walensee ausfliessende Linth bis zum Zürichsee.

Seit 1998 lief nun die Planung und Ausführung des Projekts «Linth 2000», mit dem das gesamte Linthwerk erneut sicherer gegen Hochwasser, generell saniert und vor allem auch renaturiert wurde. Wer sich an die schnurgeraden Wasserläufe erinnert, traut heute stellenweise seinen Augen nicht mehr: Entstanden sind markante Ausweitungen, gestaltet als scheinbar natürlich geformte Bereiche - fast als ob die Linth wieder so ungeregelt fliessen dürfte wie einst. Die Anstrengungen waren gewaltig, doch das Projekt kann bald termingerecht abgeschlossen werden, informierte die Linthkommission an einer Medienorientierung am 18. April. Laut der Kommission wurden die Dämme verstärkt und mit diversen Massnahmen gesichert. Die Renaturierung zeitige bereits Erfolge: Man habe ausgedehnte Jungfischschwärme gesichtet in den neu geschaffenen Flachufern. 21 Fischarten seien heute registriert. Und auch die Menschen kommen in Schwärmen an die neuen Ufer und nutzen das Naherholungsgebiet. Auf 131 Stelen können sie die Geschichte des Linthwerks nachlesen und von zwei alten Bunkern den Blick über Kanal und Linthebene schweifen lassen.

> Eröffnungsfeier am Samstag, 27. April 2013

> Website mit reichhaltigen Informationen zur Geschichte und zum Projekt Linth 2000: www.linthwerk.ch

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