«Zum Beispiel Suberg» erklärt mit leisen Tönen, wie die Schweiz das Dorf verloren hat. Fotos: www.fairandugly.ch

Das Dorf ist tot

Zur Zeit läuft in den Studiokinos «Zum Beispiel Suberg», ein Dokumentarfilm von Simon Baumann, der in leisen Tönen vorführt, wie die Schweiz das Dorf verloren hat. Benedikt Loderer hat einen begleitenden Essay geschrieben.

Was ein Dorf ist, weiss man instinktiv. Der Schweizerknabe sog diese Gewissheiten früh in seiner Jugend auf. Er las «Die Pfahlbauer im Moossee». Im Pfahlbauerdorf war das Leben noch echt. Die Bewohner waren ein Stamm. Der lebte von der Jagd, von Viehzucht und Ackerbau. Alle hatten denselben Beruf, sie waren Bauern. Nur der Töpfer, der Schmied und der Druide hatten andere Aufgaben. Auf dem gemeinsamen Pfahlrost hatte jede Familie ein eigenes, freistehendes Einfamilienhaus. Alle Pfahlbauer hatten denselben Glauben. Der Häuptling führte seinen Stamm mit Weisheit, Gerechtigkeit und Strenge. Alle waren sie friedlich, gleichberechtigt und zufrieden, bis die Fremden auftauchten. Die jungsteinzeitlichen Pfahlbauer am Moossee wurden von plötzlich auftauchenden Kelten vertrieben, die unbesieglich waren, weil sie bereits Waffen aus Bronze hatten.Unterdessen ist aus dem Schweizerknaben ein Stadtwanderer geworden. Der betrachtet aus heutiger Sicht das Pfahlbauerdorf und stellt fest: Es ist eine Erfindung, ein Konst...
Das Dorf ist tot

Zur Zeit läuft in den Studiokinos «Zum Beispiel Suberg», ein Dokumentarfilm von Simon Baumann, der in leisen Tönen vorführt, wie die Schweiz das Dorf verloren hat. Benedikt Loderer hat einen begleitenden Essay geschrieben.

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