Baukultur für Naturpärke

Landschaften und Ortsbilder in den Regionalen Naturpärken sollen sich anders – besser – entwickeln als das Umland. 
Das sind hehre Worte. Nötig sind Taten: zwei Vorschläge.

Seit einem Dutzend Jahren gibt es in der Schweiz Regionale Naturpärke. Bald sind es 15, und sie reichen vom Parc Jura Vaudois über das Binntal bis ins Val Müstair. Diese Pärke haben weite Naturgebiete und schöne Landschaften. Doch auch für weichere Werte, wie zum Beispiel das Ortsbild, erwarten wir von einem Park und seinen Gemeinden Aufmerksamkeit. Ein Blick auf die Karte des Netzwerks Schweizer Pärke im Internet zeigt aber, dass Baukultur eine kleine Rolle spielt. Ruft man ‹Ortsbilder› auf, dann haben einige Pärke gar keine Einträge, andere interpretieren das ‹Ortsbild› erstaunlich offen, und in der Kategorie ‹Baudenkmäler› ist die Luft ebenfalls dünn.
Eine Region muss einen Katalog von Anforderungen erfüllen, um Naturpark zu werden und zu bleiben. Wer genügt, darf ein Label nutzen, um alle möglichen Produkte und seinen Tourismus zu vermarkten. Und: Er erhält Fördermittel. Der Topf ist zurzeit mit zehn Millionen Franken pro Jahr gefüllt. Ab 2016 werden es zwanzig Millionen sein. Wie überall redet man auch da von Wachstum. Und: Wo Geld fliesst, ist eine Leistung nötig. Der Bundesrat hat sie in der Pärkeverordnung formuliert. Nebst vielem wird die Sorge um Landschafts- und Ortsbilder erwartet. Artikel 20 fordert, Natur, Landschaft und Ortsbilder seien zu erhalten und aufzuwerten. Neue Bauten hätten deren Eigenart nicht nur zu wahren, sondern zu stärken. Beeinträchtigungen seien nicht nur zu mindern, sondern zu beheben. Wir dürfen also hoffen: Wenn die Gemeinden und die Pärke die Verordnung ernst nehmen und der Bund ihnen auf die Finger schaut, dann wird die Qualität der Landschaften und der Ortsbilder besser. Das tönt gut.
Damit die Pärke wissen, was sie konkret zu tun haben, gibt ihnen der Bund ein Handbuch. Auch da lesen wir, dass Kultur ein wichtiges Arbeitsfeld sei. Aufgeführt sind die Pflege und die Aufwertung der traditionellen Kulturlan...
Baukultur für Naturpärke

Landschaften und Ortsbilder in den Regionalen Naturpärken sollen sich anders – besser – entwickeln als das Umland. 
Das sind hehre Worte. Nötig sind Taten: zwei Vorschläge.

E-Mail angeben und weiterlesen:

Dieser Beitrag ist Teil unseres Abos. Trotzdem möchten wir Ihnen Zugriff gewähren. Geben Sie uns Ihre E-Mail-Adresse und wir geben Ihnen unseren Inhalt – Deal?