Wohnungen mit Park oder nur Naherholung? Das ist die Frage in Wollishofen. Fotos: Wikimedia commons

Seeufer Wollishofen: Stadt zieht Urteil weiter

Stadt und Kanton planen, das Seeufer in Wollishofen nur zur Naherholung vorzusehen. Das Baurekursgericht urteilte, das sei nicht statthaft. Die Stadt Zürich zieht das Urteil nun weiter.

2023 hat die Stadt Zürich die Planungszone «Seeufer Wollishofen» vorgeschlagen, die vom Kanton festgesetzt wurde (Hochparterre berichtete). Neu war auf dem KIBAG-Areal keine Wohnnutzung mehr vorgesehen. Die in der Nutzungsplanung vorgesehene Wohnnutzung direkt am Seeufer entstammt den 1990er‑Jahren und entspricht heute nicht mehr den übergeordneten Zielen. Die Stadt ist der Ansicht, dass eine Gemeinde in einem solchen Fall korrigierend ansetzen kann. Das Seeufer Wollishofen soll der Öffentlichkeit als Freiraum, aber auch als Arbeitsort mit Gewerbebetrieben und für ein vielfältiges kulturelles Angebot dienen. Im Einklang mit diesen Zielen aus den Richtplänen und dem Leitbild Seebecken plant die Stadt im Gebiet «Seeufer Wollishofen» in einem breit abgestützten Prozess die Zukunft. Die Grundeigentümerin KIBAG war mit diesem Beschluss nicht einverstanden und rekurrierte gegen die neue Planungszone. Das Baurekursgericht hat diesem Rekurs am 3. Mai 2024 stattgegeben. Die Stadt Zürich akzeptiert den Entscheid des Baurekursgerichts zur Planungszone «Seeufer Wollishofen» nicht und hat beim Verwaltungsgericht Beschwerde eingelegt. Die Debatte um die Nutzung der Seeufer zur Naherholung im dicht bebauten Gebiet geht nun also in die nächste Runde. Am Seeufer treffen nicht nur Schwimmerinnen, Sünneler, Grillfreunde und spielende Kinder zusammen, sondern auch Rechtssicherheit, Erholungsnutzung, Innenentwicklung, Ruhebedürfnis und Bevölkerungswachstum....
Seeufer Wollishofen: Stadt zieht Urteil weiter

Stadt und Kanton planen, das Seeufer in Wollishofen nur zur Naherholung vorzusehen. Das Baurekursgericht urteilte, das sei nicht statthaft. Die Stadt Zürich zieht das Urteil nun weiter.

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