Filmstill aus den Videos von Marc Schwarz. Fotos: schwarzpictures.com

Landschaftskultur hat viele Facetten

350 Fachleute trafen sich am 3. Schweizer Landschaftskongress in Rapperswil und diskutierten über gelebte und theoretische Landschaftskultur.

350 Fachleute aus den Bereichen Landschaft, Landschaftsschutz, Planung, Land- und Forstwirtschaft aber auch Biodiversität oder nachhaltige Energie trafen sich am 3. Schweizer Landschaftskongress vom 8. bis 9. September in Rapperswil. «Hin zu einer neuen Landschaftskultur» lautete sein Titel. Claudia Moll, Bundesamt für Umwelt BAFU und Co-Präsidentin BSLA, zeichnete zu Beginn des ersten Kongresstages den thematischen Bogen vor: Der Begriff Baukultur habe sich in den letzten Jahren durchgesetzt. Wie aber das Pendant in der Landschaft definieren, fragte die Landschaftsarchitektin. Dass die Veranstalter den Begriff gemeinsam und vielstimmig definieren wollen (und wohl auch müssen), bildete das breit gefächerten Programm ab: Es gab etliche Vorträge und Diskussionen, 16 sehr unterschiedlich orientierte Seminare sowie 14 Exkursionen. Von «coolen Städten» über die Wechselwirkungen zwischen Landschaftsnarrativ und Landschaftsentwicklung bis hin zu Landschaft im Architekturwettbewerb. Exkursionen luden ein, Landschaften riechend zu entdecken, eine Tranquillitymap des Mittellandes zu begehen oder durch die Erholungslandschaft Zürichsee zu wandern.   Einen packenden Einstieg im grossen Saal erlaubte eine dreiteilige Filmarbeit. Sie gab Einblicke in «gelebte Landschaftskultur» führte aber auch die breite der (Denk-)Ansätze vor. Die drei Videos, die der Filmer Marc Schwarz im Auftrag der Veranstalter realisierte, waren so sinnlich wie Landschaft sein kann und so vielstimmig wie sie es mit sich bringt. Sie führten in sehr unterschiedliche und sehr unterschiedlich bespielte Landschaften: Ins Valposciavo, wo Cassiano Luminati, Direktor von Polo Poschiavo, die produktive (und 96 Prozent biologisch bewirtschaftete) Landschaft ins Zentrum der regionalen Entwicklungsstrategie rückt, ins Limmattal wo Peter Wolf, Geschäftsführer der «Regionale Limmattal», die «jugendlichen Räume»...
Landschaftskultur hat viele Facetten

350 Fachleute trafen sich am 3. Schweizer Landschaftskongress in Rapperswil und diskutierten über gelebte und theoretische Landschaftskultur.

E-Mail angeben und weiterlesen:

Dieser Beitrag ist Teil unseres Abos. Trotzdem möchten wir Ihnen Zugriff gewähren. Geben Sie uns Ihre E-Mail-Adresse und wir geben Ihnen unseren Inhalt – Deal?