Der Koch-Park bietet neuen Grünraum in der Stadt Zürich: Spazierwege entlang ehemaliger Industriegleise führen durch wilde Natur, Relikte aus der Vergangenheit prägen den Ort.
Entlang historischer Radien
Der Koch-Park bietet neuen Grünraum in der Stadt Zürich: Spazierwege entlang ehemaliger Industriegleise führen durch wilde Natur, Relikte aus der Vergangenheit prägen den Ort.
Fotos: Kuster Frey
«Der Koch-Park ist schön bei schlechtem Wetter», sagt Matthias Krebs vom Landschaftsarchitekturbüro Krebs und Herde. «Dann lässt sich das Regenwasser unmittelbar und sinnlich erleben.» Bei der gemeinsamen Besichtigung prasselt der Regen auf das Dach der ehemaligen Kohlenlagerhalle, schiesst aus den Speiern und fällt in brunnenartige Gefässe. Dort versickert das Wasser, sammelt sich oder verdunstet über die porösen Oberflächen.
Die Sickertöpfe, Regenwasserbrunnen und schwitzenden Steine bestehen aus Abbruchmaterial von vormaligen Bauten, in traditioneller Pietra-Rasa-Technik aufgeschichtet. Ein Zuschlag aus defekten Dachziegeln im Setzmörtel sorgt für den rötlichen Farbton. Die Artefakte könnten Kaminstümpfe aus einer industriellen Vergangenheit sein – sie sind aber eine Neuschöpfung und transformieren das gewerbliche Erbe. Gleichzeitig sind sie eine Lösung für das Problem, Wasser in den wenig sickerfähigen Boden mit oberflächennahem Grundwasserstand abzuleiten. Dieses ausgeklügelte Regenwassermanagement dient nicht nur dem Park, sondern auch den drei weiteren Baufeldern des Koch-Quartiers, wo grosse Neubauten entstehen. Und nicht nur das: Der gesamte Park steht für eine umfassende Herangehensweise unter Einbezug der örtlichen Gegebenheiten.
###Media_6###
###Media_8###
Die grüne Mitte Der Park bildet die grüne Mitte des neuen Koch-Quartiers zwischen Altstetten und Albisrieden. Ab 2026 sind die rund 360 Wohnungen der Genossenschaften ABZ und Kraftwerk1 bezugsbereit; der Senn-Bau MACH mit mehr als 10 000 Quadratmetern Fläche ist ein reiner Gewerbebau und soll digitale und analoge «Macherinnen und Macher» ansprechen.
Der Park muss Ansprüche an Erholung gleichermassen erfüllen wie solche an einen naturnahen städtischen Raum. Für eine einheitliche Gestaltung der Aussenräume von Fassade zu Fassade sorgt das Freiraumkonzept des Büros Krebs und Herde vo...
E-Mail angeben und weiterlesen:
Geben Sie uns Ihre E-Mail-Adresse und wir geben Ihnen unseren Inhalt! Wir möchten Ihnen gerne Zugriff gewähren, obwohl dieser Beitrag Teil unseres Abos ist.