Gut fünfzig Landschaftsschützerinnen und Alpenfreunde demonstrierten am Wochenende hoch oben im Haslital im Berner Oberland gegen die Pläne der Kraftwerke Oberhasli (KWO), im Triftgebiet einen neuen grossen Stausee zu bauen.

Kein Stausee auf der Trift

Fackeln brannten am Wochende auf der Triftbrücke für den Schutz der Trift hoch oben im Haslital. Diese weitgehend unberührte Wildnis darf der Stromwirtschaft nicht geopfert werden.

Gut fünfzig Landschaftsschützerinnen und Alpenfreunde demonstrierten am Wochenende hoch oben im Haslital im Berner Oberland gegen die Pläne der Kraftwerke Oberhasli (KWO), im Triftgebiet einen neuen grossen Stausee zu bauen. Der Rückzug des Gletschers innert weniger Jahre hat eine Seen-Landschaft freigelegt, welche geschützt werden müsse, so die Botschaft. In seinem Manifest und in einem Energiegutachten zeigt das Triftkomitee eine ökonomische, umweltverträgliche Alternative der Energieversorgung und Energiespeicherung. Neue Wasserkraftprojekte sind nicht mehr konkurrenzfähig gegenüber der weit günstigeren Fotovoltaik. Diese kann im bebauten Gebiet dezentral vor Ort überall aufgebaut werden. Geeignete Flächen gibt es genug. Neue Technologien zur Speicherung der Sommerspitzen für den Winter wie neue Batterietypen und ‹Power to Gas› sind in der Entwicklung bereits weit fortgeschritten. Mit der geplanten Investition für einen neuen Stausee in der Trift liessen sich mit Fotovoltaik rund vier Mal so viel Strom erzeugen, davon einen Drittel im Winter. Die Botschaft ist klar. Dominik Siegrist vom Triftkomitee meinte anlässlich des Fackelumzugs:  «Für die umweltverträgliche Gestaltung unsere Energiezukunft brauchen wir keine neuen Stauseen. Für den Atomausstieg und den Klimaschutz sollten wir auf zukunftsweisende Technik setzen. Diese ist weitgehend bereit, sodass die Politik nur die Weichen entsprechend zu stellen braucht.»

«Für die umweltverträgliche Gestaltung unsere Energiezukunft brauchen wir keine neuen Stauseen.»

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