Chäserrugg – Ensemble von Bauten und Landschaften sind «Landschaft des Jahres 2021».

Chäserrugg ausgezeichnet

Die Toggenburg Bergbahnen sind mit dem Preis «Landschaft des Jahres 2021» ausgezeichnet. Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz würdigt so die «behutsame Erneuerung des Tourismus».

«Behutsame Erneuerung des Tourismus», was das heisst, ist im oberen Toggenburg gut sichtbar. So liess die Bergbahn auf dem Chäserrugg ein Gipfelrestaurant mit Bergbahnstation errichten, entworfen von Herzog & de Meuron. Es blieb nicht beim Holzhaus mit dem weiten Dach auf 2262 m ü. M. Die Basler Architekten haben auch die Stationen der Stöfeli-Bahn vom Espel auf den Chäserrugg und am Fusse der Bahn den Espel-Pavillon realisiert. «Im oberen Toggenburg wird keine Beliebigkeitsarchitektur, keine Designinszenierung gepflegt», sagt Raimund Rodewald, Geschäftsführer der Stiftung. Tourismus sei nicht a priori ein Feindbild des Landschaftsschutzes, sagt Rodewald. Es gehe weder um eine Romantisierung noch um eine Überinszenierung der Landschaft. «Wir wollen keine musealen Gebiete.» Es gehe vielmehr um eine aktive Auseinandersetzung mit der Landschaft. Am Chäserrugg sei dies vorbildlich gelungen. Die Bauten fügten sich in die Landschaft ein. «Es wird dabei weder etwas verkitscht noch etwas kaschiert. Es geht nicht darum, nur ein Wahrzeichen zu setzen.» Darüber hinaus werde auf bauliche Pistenkorrekturen und ganzjährig sichtbare Planierungen verzichtet. Diese Haltung setze Massstäbe für Tourismusgebiete, sagt Rodewald. 

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