‹Simplicity n°2› von Pe Lang: Ein Magnet fährt auf einem motorisierten Kupferring und nutzt die Materialeigenschaften, um seine Abweichung selbst zu korrigieren. Fotos: Digital Arts Association

Poesie und Freude der Digitalisierung

Mit Werken des Schweizer Künstlers Pe Lang präsentiert das ‹Museum of Digital Art› in Zürich seine sechste Ausstellung. Zürich braucht einen solchen Ort, gehen Sie hin.

Digitalisierung, Digitalisierung, Digitalisierung, draus folgend disruptiver Wandel und dann schon bald: Weltuntergang. Wer mag sich das noch anhören. Seit zwei Jahren gibt es in Zürich einen Ort, der das Digitale mit ganz anderen Gefühlen auflädt. Das ‹Museum of Digital Art›, kurz MuDA, zeigt digitale Kunst in all ihren Spielformen. Gestern wurde die sechste Ausstellung eröffnet, sie zeigt Werke des Schweizer Künstlers Pe Lang.Lang schafft «mechanische Systeme, die Schönheit produzieren», formuliert das Museum. Seine kinetischen Skulpturen klacken und knistern. Sie erscheinen supersimpel und sind doch bis ins Detail ausgearbeitet. Nicht immer wird dem Betrachter klar, wie funktioniert, was er sieht. Aber immer fasziniert ihn was er sieht so, dass er sich überlegt, wie es funktioniert. Während er sich an den visuellen und akustischen Effekten erfreut. Dass es das MuDA gibt, ist nicht selbstverständlich. «Als gemeinnützige Organisation erhalten wir keine Subventionen», erklärt Co-Direktor Christian Etter. Die Anfangsinvestition stammte aus einer Schwarmfinanzierungskampagne bei Kickstarter, jetzt zählen die Betreiber auf Eintritte, Mitgliederbeiträge, Spenden und Partnerschaften. «Die meiste Arbeit machen wir ehrenamtlich», sagt Etter. Die interessierte Schar gestern an der Vernissage lässt auf eine lebendige Community schliessen. Grund für Zuversicht sind auch die Veranstaltungen im Rahmenprogramm mit Vorträgen und Programmierworkshops für Kinder, allesamt gut besucht. Immer wieder gut gelaunt, verlasse ich das MuDA. Zürich braucht einen solchen Ort. Gehen Sie doch auch mal (wieder) hin. Korrektur: Eine erste Fassung machte ungenaue Angaben zur finanziellen Situation des MuDA. Wir haben den Fehler korrigiert....
Poesie und Freude der Digitalisierung

Mit Werken des Schweizer Künstlers Pe Lang präsentiert das ‹Museum of Digital Art› in Zürich seine sechste Ausstellung. Zürich braucht einen solchen Ort, gehen Sie hin.

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