Mit «Der Hof» bewegt sich die Medienkünstlerin zwischen künstlerischer Intervention, Landwirtschaft und denkmalpflegerischer Auseinandersetzung. Fotos: Chantal Michel

Bis 14. März 2026: Kunst-Inszenierung ‹Der Hof›

Chantal Michel benutzt Häuser und Räume wie Kleider. «Der Hof» ist ihr fünftes künstlerisches Zwischennutzungsprojekt. Bis Mitte März man sie und ihre Kunst in ihrem Bauernhof besuchen.

Chantal Michel benutzt Häuser und Räume wie Kleider. «Der Hof» ist ihr fünftes Zwischennutzungsprojekt. Dafür hat sie einen herrschaftlichen Bauernhof in Diessbach bei Büren eigenhändig und in vielen Arbeitsstunden sorgfältig renoviert und mit Video-, Licht- und Klanginstallationen inszeniert.

Die Medienkünstlerin bewegt sich dabei zwischen künstlerischer Intervention, Landwirtschaft und denkmalpflegerischer Auseinandersetzung. «Der Hof» zeigt, wie Michel die historische Architektur aus dem Jahr 1902 nicht nur erhält, sondern in einen gesamtkünstlerischen Erfahrungsraum verwandelt. Der Umgang mit dem Bestand ist dabei weder rein konservierend noch demonstrativ kontrastierend, sondern performativ: Die künstlerische Geste ist Teil des Bauprozesses, die Renovation Teil ihrer Kunst. Der Bau wurde sogar für den Spezialpreis der Denkmalpflege des Kantons Bern nominiert.

Nachts wird das gesamte Gebäude zum Medium: jeder Raum wird mit Licht und Kunst aktiviert; Alltagsobjekte, Möbel, Architekturfragmente werden neu kombiniert; Innen- und Aussenraum verschmelzen zu einer theatralen Inszenierung.

Bis am 14. März 2026 kann «Der Hof» jeden Samstag auf Anmeldung im Rahmen eines abendlichen Diners besucht und besichtigt werden. Über die Festtage gibt es zusätzliche Termine. Es gibt auch die Möglichkeit nach dem Diner in einem der vier Gästezimmern zu übernachten.

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