Zwölf Fotoarbeiten zur Klimakrise

Mit eigens erarbeiteten Fotoserien trägt die Agentur Lunax dazu bei, den Themenkomplex Klimakrise zu vermitteln – eindringlicher, als es Worte vermögen.

Fotos: Lunax

Mit eigens erarbeiteten Fotoserien trägt die Agentur Lunax dazu bei, den Themenkomplex Klimakrise zu vermitteln – eindringlicher, als es Worte vermögen.

Wie kommen wir vom Wissen ins Tun? Eine Frage, die Wissenschaftler, Politikerinnen und Journalisten seit vielen Jahren umtreibt. Denn obwohl das Wissen und die Fakten des Klimawandels seit Jahrzehnten bekannt sind, liegt das Handeln in weiter Ferne. Wie erreichen wir also die Menschen mit diesem Wissen? Welche Art der Vermittlung eignet sich besonders dafür? Diese Fragen hat sich auch die Fotoagentur Lunax gestellt und beschlossen, sich als Kollektiv mit dem Klimawandel auseinanderzusetzen. Die so entstandenen Fotoserien sind in einer grossformatigen Zeitung abgedruckt und noch bis 4. Juni in der Zürcher Buchhandlung Neverstopreading zu sehen. Die Fotografie, sagt Thomas Stocker, Professor für Klima- und Umweltphysik, im Editorial der Zeitung, nimmt den umgekehrten Weg wie die Wissenschaftler. Das Wissen und die komplexen Zusammenhänge des Klimawandels lassen sich mit Bildern eindrücklicher, vielschichtiger, persönlicher und auch eindringlicher vermitteln. Genau diese Zusammenarbeit von Wissen und Kunst brauche es, so Stocker, um die Menschen zum Handeln zu führen.  Gewählt hat Lunax ein gemeinsames Thema, entstanden sind aber zwölf Arbeiten mit unterschiedlichen Blickwinkeln und individuellen Bildsprachen. Einige Arbeiten fokussieren auf die Auswirkungen des Klimawandels. Dominic Wenger hat etwa den Skilift seiner Kindheit in Bäretswil ZH ins Visier genommen und stellt fest, dass die Skisaisons immer kürzer und die verschneiten Pisten immer schmaler werden. Andere Arbeiten dokumentieren Mitverursacher des Problems. Die menschenleere, manchmal fast surreal wirkende Serie «Autobahn» von Benjamin Manser legt den Finger auf den wunden Punkt. Denn der Autoverkehr ist nicht nur für 40 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Er besetzt auch einen Drittel der gesamten Siedlungsfläche der Schweiz und schneidet sich an vielen Orten unschön in die Landschaft. Fast die H...

E-Mail angeben und weiterlesen:

Dieser Beitrag ist Teil unseres Abos. Trotzdem möchten wir Ihnen Zugriff gewähren. Geben Sie uns Ihre E-Mail-Adresse und wir geben Ihnen unseren Inhalt – Deal?