Klara Hobzas Animaloculomat im Naturhistorischen Museum Basel.

Wie guckst Du?

In diesem Fotoautomat sehen wir uns so, wie Tiere uns sehen. Das Projekt von Klara Hobza ist im Basler Naturhistorischen Museum zu erleben.

Das Gerät sieht aus wie ein Passfoto-Automat. Doch was als Porträt rauskommt, ist definitiv ungewöhnlich. Der Animaloculomat der deutschen Künstlerin Klara Hobza nimmt uns so auf, wie ein Tier in die Welt blickt. Im Automaten stehen sechs verschiedene Tiere zur Auswahl: Fledermaus, Tintenfisch, Springspinne, Drachenfisch, Pferd oder Schlange. Wer in der Fotokabine sitzt, sieht sein eigenes Bild jedoch nicht. Rückmeldungen dazu, ob die Frisur sitzt oder das Gesicht vorteilhaft positioniert ist, geben die Besuchenden, die vor der Kabine stehen und alles, was hinter dem Vorhang passiert, auf einem Bildschirm beobachten können.

Auf dem Gehäuse sichtbar wird das Porträt wie wir und wie das ausgewählte Tier uns sieht. Foto: Nick Ash

Das entstandene Doppelportrait hält so fest, wie unterschiedlich Lebewesen ihre Umgebung visuell wahrnehmen. Auf spielerische Weise erinnert die Maschine daran, dass die menschliche Sichtweise nur eine von vielen ist. Zeit, sich dieser anderen Perspektive anzunehmen.

Klara Hobza entwickelte ihren Automaten im Rahmen von «Kunst/Natur. Künstlerische Interventionen im Museum für Naturkunde Berlin» und tauschte sich dafür mit Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftlern aus. Sie hat sich eingehend mit den Effekten und Bewegungen der von ihr gewählten Tiere befasst und gelangte so zu ihrer künstlerischen Interpretation davon, wie die Fotos aussehen sollten.

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