Die feinen Porzellansäulen zerfallen nach und nach zu Scherben. Fotos: zVg

Verkehrte Welt, vergängliches Leben

Das Künstlerduo Agatha Zobrist und Theres Waeckerlin türmte in einer Vitrine beim Bahnhof Brugg Kaffeetassen und Unterteller zu feinen Porzellansäulen auf.

Eine Glasvitrine vollgestopft mit Tassen, so präsentiert sich zurzeit der «Brutkasten» beim Bahnhof Brugg. Das Künstlerduo Agatha Zobrist und Theres Waeckerlin türmte Kaffeetassen und Unterteller zu feinen Porzellansäulen auf. Die Firma Metron lässt die Vitrine jedes halbe Jahr von einem anderen Künstler zu einem neuen Motto bespielen. Dieses Mal lautet es «verkehrt». So ist denn jede zweite Tasse kopfüber auf die untere gelegt und bildet mit ihr eine Kugel. Doch die fragile Konstruktion ist nicht von langer Dauer. Mit jedem Schritt um den Geschirrkasten geraten die feinen Türme ins Wanken und die schöne Ordnung in der Vitrine aus der Balance. Die Tassen zerbrechen und das Kunstwerk zerfällt im Laufe der Zeit, bis am Schluss nur noch ein Haufen Scherben übrig bleibt. So erinnert das Kunstwerk noch bis Ende Oktober auf subtile Weise an die Vergänglichkeit des Lebens.

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