Scheunen – im Dialekt Schopf genannt – klingen in der Moorlandschaft von Gais (AR). Fotos: Jacques Erlanger

Tönende Scheunen im Moor

«Klang Moor Schopfe» umfasst ein breites Spektrum zeitgenössischer installativer Klangkunst: Zehn teils international bekannte Tonkünstler- und -Tüftler richten in den Scheunen im Hochmoor von Gais (AR) Klanginstallationen ein.

Vom 1. bis 10. September werden im Hochmoor Gais (AR) Soundinstallationen von zehn nationalen und internationalen Kunstschaffenden, Soundtüftlern und Tonkünstlerinnen gezeigt. «Klang Moor Schopfe» umfasst ein breites Spektrum zeitgenössischer installativer Klangkunst, verbunden mit einem kurzen Spaziergang in der Appenzell-Ausserrhoder Moorlandschaft mit ihren Riedwiesen und den vielen kleinen Scheunen – die in Mundart «Schopfe» heissen.

In den ursprünglich landwirtschaftlich genutzten Scheunen erklingen im Umkreis von 500 Metern die unterschiedlichsten Töne und Geräusche. Mit dabei sind der Berner Künstler Zimoun, der in einer der Scheunen 360 Meter Kuhdraht eingespannt hat und so den ganzen Schopf zu einem Saiteninstrument macht. Das Berner Klangforscher-Netzwerk Norient installiert in einem anderen Schopf Fernrohre und Videos. Eine sibirische Musikerin hat den Moosen Klänge abgelauscht. Man trifft auf klingende Projektionen und Roman Signer installiert einen «tiefen Ton». Auch der St.Galler Klagtüftler Norbert Möslang ist mit dabei. Aufnahmen aus Hydrophonen sind ebenso zu hören wie ein Moorgesang oder Landschaftstöne.

Das umfangreiche Rahmenprogramm behandelt Klang in allen Aspekten. Aber auch die Natur im Moor wird vorgestellt. Ausstellungszentrum ist für zehn Tage das «Piccolo Arsenale», das Vereinslokal der Sportschützen Gais. Hier werden Ticktes verkauft und hier gibt es Verpflegung.

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