Luft wird zu Wasser, Zeitung zu Schiffchen: Die Kunstinstallation «Anker» von Sara Rohner in Brugg. Fotos: zVg

Schwebend verankert

In einer Vitrine lässt die Künstlerin Sara Rohner eine Flotte mit Papierschiffchen schweben. «Anker» heisst die Installation für Metron in Brugg.

Am Boden liegt Erde, darüber schweben kleine Papierschiffe durch den Raum als würden sie durch Wasser schwimmen. Erst bei genauerer Betrachtung merkt man, dass die Flotte am Boden verankert und die Vitrine nicht nass, sondern nur mit Luft gefüllt ist. Montiert hat die Schiffchen die Künstlerin Sara Rohner in einer Vitrine in Brugg. «Anker» heisst der Titel der Installation, der von der Firma Metron vorgegeben wurde. Sie lässt die kleine Glasvitrine in der Nähe des Bahnhofs Brugg jedes halbe Jahr von Kunstschaffenden neu bespielen und bestimmt das Wort, das für die Arbeiten als Vorgabe dient. Das Schlüsselmotiv – die Verankerung – bemerkt man erst auf den zweiten Blick: Kleine Bleikugeln liegen auf der Erde verstreut. Die Schiffe sind aus Zeitung gefaltet. Ihre täglichen Botschaften werfen manchmal Wellen, andere bleiben hängen oder berühren – so auch Sara Rohners schwebende Papierschiffchen.

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