Pius Knüsel geht Fotos: zVg

Pius Knüsel verlässt Pro Helvetia

Dass Pius Knüsel die Pro Helvetia verlassen wird, war spätestens mit seinem Beitrag zur Publikation «Kulturinfarkt» allen klar. Nun weiss man auch wann: Ende September wird er die Kulturstiftung verlassen, als deren Chef er zwölf Jahre gewirkt hat.

Dass Pius Knüsel die Pro Helvetia verlassen wird, war spätestens mit seinem vieldiskutierten Beitrag zur Publikation «Kulturinfarkt» allen klar. Nun weiss man auch wann: Ende September wird er die Kulturstiftung Pro Helvetia verlassen, als deren Chef er zwölf Jahre gewirkt hat. Zwölf Jahre und drei Monate, um genau zu sein. So geht er mit gutem Beispiel voran, denn die Reorganisation der Pro Helvetia, die zusammen mit dem Kulturförderungsgesetz durchgeführt wurde, sieht vor, dass alle Kaderstellen befristet besetzt werden. Pius Knüsel hat dafür gesorgt, dass die Kultur, die von der Pro Helvetia unterstützt wird, breiter definiert wird - zur Freude der einen, zum Schrecken der anderen installierte Knüsel Impulsprogramme zu Game Design oder Volkskultur. Auch andere Aufreger fielen in die Amtszeit von Knüsel, so etwa die «Affäre» Hirschhorn inklusive Strafaktion durch das Parlament. Die Debatte um das Kulturförderungsgesetz, die Austauschprogramme mit Japan, China, Deutschland, Frankreich, Österreich oder die Eröffnung der Verbindungsbüros in New Delhi und Shanghai und der Beginn der Partnerschaft mit dem Istituto Svizzero di Roma (ISR) gehören auch zu den wichtigen Schwerpunkten der letzten zehn Jahre.

Pius Knüsel, der laut Pressemeldung einen Zusammenhang zwischen seinem Rücktritt und der Publikation Kulturinfarkt verneint, will nun was anderes tun, als Kultur zu fördern. Im Juni wird seine Stelle neu ausgeschrieben.

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