Lesung der Gewinner*innen des Open Calls Löwendenkmal 21

«Löwen-brüllen»

Die Nachwuchskünstlerin Julie von Wegen und der Autor Severin Perrig haben den Open Call des Mehrjahresprojektes «Löwendenkmal 21» für sich entschieden.

Zu Jahresbeginn hat das Mehrjahresprojekt Löwendenkmal 21 einen Open Call ausgeschrieben, der die «Sprachfähigkeit» des Denkmals zum Thema machte. Die Gewinner*innen des Open Calls Löwendenkmal 21 Julie von Wegen und Severin Perrig überzeugten klar durch ihren Themenbezug und die ungewöhnlichen sprachlichen Ausdrucksweisen, mit dem sie dem Luzerner Löwendenkmal begegneten. Julie von Wegen, ein künstlerisches Nachwuchstalent aus Bern, hat mit «staubdumm» eine Kurzprosa mit hoher lyrischer Qualität, pochendem Rhythmus sowie (selbst-)ironisch schwingendem Unterton vorgelegt, das die Jury unter dem Vorsitz von André Schürmann, Luzerner Literatur-Veranstalter und -Vermittler sowie Betreiber der Spoken Word Bühne Loge, würdigte. Severin Perrig, in Luzern ansässiger freier Kulturjournalist, Theatermacher, Herausgeber, Dozent und Autor reichte mit «Dompteur Leu» eine kreisrund fliessende, unterhaltsame Story ein, deren präzise, unbändige Sprache mit pikanten politischen Seitenprankenhieben gefiel. Deborah Luder, in Luzern lebende Künstlerin aus Biel, geht mit ihrer Prosa «Der Löwe, die Gardisten und Ich – eine Kartographie des Denkens» einer Assoziationskette nach, die mit ihr selbst und dem Löwendenkmal beginnt und sich zwischen bedeutenden historischen Ereignissen und banalen persönlichen Erlebnissen hin- und herbewegt. Ihr Text ist Ausgangspunkt für ein Werk, das sie in der Kunsthalle Luzern im Rahmen der L21-Ausstellung «Die dunkle Seite des Löwen» ab 15. Oktober 2020 präsentieren wird.

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