Die Influencerin mit der feministischen Brille. Fotos: Isabelle Lüthi

Hulda Zwingli in Schaffhausen

Mit Instagram-Posts in den Schaffhauser Kunstkästen kämpft das anonyme Künstlerinnenkollektiv Hulda Zwingli für die Gleichstellung von Frauen in der Kunst.

«Müssen Frauen nackt sein, um ins Metropolitan Museum zu kommen?», fragten in den 80er Jahren die Guerilla Girls, versteckt hinter Gorilla-Masken. Heute schreibt ein anonymes Künstlerinnenkollektiv aus Zürich: «Je teurer die Lage, desto weniger Kunst von Frauen.» Die Künstlerinnen verstecken ihre Identität hinter einer gemalten Frauenfigur, die eine violette Brille mit Venussymbolen als Gläser trägt. Es ist das Profilbild von Hulda Zwingli, die seit 2020 auf Instagram für die Gleichstellung von Frauen in der Kunst kämpft. Die Influencerin liefert Daten zur Untervertretung von Künstlerinnen in Schweizer Museen, sie klärt über Werke von Frauen auf, die Männern zugeschrieben wurden, und sie kritisiert die nackten Frauenstatuen im öffentlichen Raum, um die man nicht herum kommt. Nun zeigen die Kuratorinnen von Collettiva in den Schaffhauser Kunstkästen ausgewählte Posts von Hulda Zwingli. Über die zehn Kästen in der Altstadt und am Rheinufer zwingen sie den Schaffhauserinnen und Schaffhausern Hulda Zwinglis feministische Brille auf. Und sie setzen dieser Influencerin, die fragt, wo die Denkmäler für historische Frauenfiguren sind, ein Denkmal an bester Lage....
Hulda Zwingli in Schaffhausen

Mit Instagram-Posts in den Schaffhauser Kunstkästen kämpft das anonyme Künstlerinnenkollektiv Hulda Zwingli für die Gleichstellung von Frauen in der Kunst.

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