Laufsteg, Brücke oder Verkaufsstand? Der Beitrag des Schweizer Teams in Prag. Fotos: Aleksandra Vajd, Pro Helvetia

Geteilter Raum

In Prag läuft noch bis am Sonntag die weltweit bedeutendste Veranstaltung für Szenografie. Der Schweizer Beitrag lockt zum Mitmachen.

Wenn Prager sich treffen, dann tun sie das oft ‹unterm Schwanz des Pferdes›, nämlich hinter dem Reiterdenkmal auf dem berühmten Wenzelsplatz. Dieser imposante, 60 Meter breite und 750 Meter lange Platz ist einer von drei Schauplätzen des Schweizer Beitrags zur 13. Prag Quadriennale (PQ), die letzte Woche eröffnet wurde. ‹Under the Tail of the Horse› heisst dieser Beitrag, den der Architekt Markus Lüscher (Park Architekten), der Dramaturg Imanuel Schipper, der Künstler Erik Steinbrecher und die Kuratorin Barbara Zürcher gemeinsam entwickelt haben: Über fast die gesamte Länge des Wenzelsplatzes läuft eine Art Steg aus Gerüstrohren und Holzboden. Er teilt den Platz in zwei Hälften, verbindet aber auch, indem Passanten, Touristen und Strassenhändler nun über die vorhandenen Blumenrabatten laufen oder den Steg als Ruhebank, Verkaufsstand oder was auch immer nutzen können. Die Frage die dahinter steht, reflektiert das Motto der diesjährigen PQ, ‹Shared Space›: Ist ‹geteilter Raum› ein gemeinsam genutzter Raum oder ein aufgeteilter Raum? Gestern Abend verlieh die Jury des PQ der Schweizer Fotografin Iren Stehli die Goldmedaille in der Kategorie ‹Best Performance Design Photo›. Ihre Bilder dokumentieren die Installation auf dem Wenzelsplatz und die Reaktion der Bevölkerung darauf.Die PQ findet seit 1967 statt und ist, laut Pro Helvetia, die den Schweizer Beitrag direkt beauftragte, die weltweit grösste und bedeutendste Veranstaltung für Szenografie. 10 Tage lang bietet sie ein volles Programm. Zwei weitere Teile des Schweizer Beitrags inszeniert das Team in einem bekannten Schwimmstadion und im Festivalzentrum. 13. Prag Quadriennale, 18. bis 28. Juni 2015, sharedspace.ch...
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In Prag läuft noch bis am Sonntag die weltweit bedeutendste Veranstaltung für Szenografie. Der Schweizer Beitrag lockt zum Mitmachen.

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