«No Exit Luzern» nennt Shahram Entekhabi seine Performance Fotos: zVg

Gesperrter Rathaussteg in Luzern

Rotweisse Absperrbänder machten ein Durchkommen über den Luzerner Rathaussteg schwierig. Keine Baustelle, sondern eine Performance des iranischen Künstlers Shahram Entekhabi.

Rotweisse Absperrbänder machten ein Durchkommen schwierig. Keine Baustelle, sondern ein performativer Eingriff des iranischen Künstlers Shahram Entekhabi war es, das sich zwischen Luzerner Theater und Rathaus aufspannte. Was für Aufregung und Presseartikel sorgte, sieht die Galerie AB Projects, die den Künstler in einer Einzelausstellung vorstellt, gelassener. Pragmatisch hätten sich die einen Passanten den Weg unter den Bändern hindurch gebahnt. Andere überstiegen diese. Nur wenige sollen ungehalten reagiert haben. Auffallend sei vielmehr die Ruhe und Stille gewesen, die dabei einkehrte: «Jeder schien damit beschäftigt zu sein, an den Bändern vorbei den Weg auf die andere Seite zu finden», liest man im Communiqué. Eine Reaktion, die den Künstler nicht erstaunt, der solche Absperrbänder in seinen Installationen und Performances einsetzt: «Die Wirkung meiner Arbeiten ist unberechenbar und oft unerwartet. Aber immer entsteht etwas, was über den Moment und die aktuelle Situation hinausweist.» Gesperrt war der Steg letzten Freitag zwar nur wenige Minuten ab 12.30 h. Weil die Bewilligung fehlte, prüft die Stadt nun eine Strafanzeige.

Kommentare

der Muger 31.01.2011 14:35
Ist sowas nicht eher peinlich?
SG 14.06.2011 16:55
Ich finde es eher zum Schmunzeln und amüsant; keinesfalls jedoch peinlich.
Röösli Daniel 28.05.2019 11:24
Ich konnte wieder mal so richtig aus meinem Herzen heraus- lachen, was leider nicht so oft vorkommt in dieser "verrückten Welt", wo man viel Kraft braucht, um nicht selber verrückt zu werden. Es tat mir sehr gut.
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Ich kann das Bild nicht lesen