Die Ausstellung «Robert Crumb & The Underground» zeichnet eine der grössten Revolutionen der Kunstform nach.

Fumetto 2013

Dieses Wochenende beginnt in Luzern das Comix-Festival «Fumetto». Es thematisiert dieses Jahr historische Umbrüche und stilbildende Szenen des Mediums.

Dieses Wochenende beginnt in Luzern das «Fumetto». Das Comix-Festival zeigt dieses Jahr historische Umbrüche und stilbildende Szenen des Mediums. Die Ausstellung «Robert Crumb & The Underground» etwa zeichnet eine der grössten Revolutionen der Kunstform nach. In den Sechziger- und Siebzigerjahren verantwortete eine Gruppe von KünstlerInnen die Ablösung von der Kommerzialität hin zum Alternativcomic – dem Comix – und begründete somit die Basis, auf der bis heute Comics mit Anspruch und künstlerischer Freiheit geschaffen werden. Nebst Originalen von Robert Crumb zeigt Fumetto Werke von Art Spiegelman, Will Eisner oder Harvey Kurtzman.
Die Schau «al-Comix al-Arabi» wiederum präsentiert Werke unabhängiger Comic- Künstler und legt das Beziehungsnetz innerhalb der arabischen Inde- pendent-Szene offen. Eine Einzelausstellung präsentiert den belgischen Künstler Olivier Schrauwen – er schlägt mit seinem Stil einen Bogen vom Ursprung des Comics bis hin zur Moderne.
Die restlichen der elf Hauptausstellungen schliesslich zeigen kontrastreich die Spannweite des Festivals: In der Gruppenausstellung Big Questions stellen sich Anders Nilsen (US), Paula Bulling (DE) und Danielle de Picciotto (US) die grossen Fragen des Lebens. Als Artist in Residence zeichnet der Genfer Exem vor Ort im Hotel Schweizerhof Luzern. Die deutsche Künstlerin Anke Feuchtenberger zeigt zusammen mit Stefano Ricci (IT) freie Arbeiten rund um Schwerpunkte der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen / Médecins Sans Frontières. Helmut Wietz (DE) präsentiert mit «Der Tod von Adorno» einen Comic, der 1968 angefangen und dreissig Jahre später mit kritischem Blick beendet wurde. Mit Marijpol (DE) und Ward Zwart (BE) ist der europäische Nachwuchs vertreten und der Wettbewerb, der in der Kornschütte gezeigt wird, behandelt das Thema «Gerechtigkeit».

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