Mal pink, mal blau: Die Installation auf dem «Fraumünsterhof». Fotos: Metaroot

Frauen gestalten

Ein wallender und leuchtender Pavillon auf dem Zürcher Münsterhof erinnert an 50 Jahre Frauenstimmrecht. Mit ihm will der Verein Créatrices das Werk gestaltender Frauen sichtbar machen, diskutieren und feiern.

Gestern Abend strahlte der Münsterhof mal pink, mal blau. Pardon, nicht Münsterhof, sondern «Fraumünsterhof», denn vom 8. bis am 13. September ist er umbenannt. Ein Riesengerüst nimmt das Zentrum des Platzes ein. Weisse Stoffbahnen schliessen die vier Seiten, durch die Ecken gelangt man hinein. Entworfen und gebaut haben diese Installation Studierende der ETH-Professur von Elli Mosayebi. Das Gerüst kann multitasken: Es klingt und im Dunkeln leuchtet es.

Warum heisst der Platz neben dem Fraumünster eigentlich Münsterhof?

Sechs Tage steht nun diese Installation des Vereins créatrices.ch auf dem Platz neben dem Fraumünster in Zürich. Sie feiert 50 Jahre Frauenstimmrecht. Sie macht die gestaltende Arbeit von Frauen sicht- und diskutierbar. Und sie sagt: Die Gleichstellung der Frauen ist noch immer eine Baustelle. Sechs Tage lang wird an diesem Ort nun gewürdigt und gefeiert. Viele spannende Frauen kommen zu Wort, zu Bild und zu Klang. Und jeder Tag steht unter dem Matronat einer gestaltenden Frau, von der jungen Architektin Sarah Barth vom Countdown 2030 (geboren 1987) bis zur Grande Dame des Design Trix Haussmann (geboren 1933). Dazwischen liegt Stadtpräsidentin Corinne Mauch, sie ist morgen dran.

Ein weithin leuchtendes Zeichen. Hoffentlich.

An der gestrigen Eröffnung rezitierte frau aus dem «Manifluid» (statt Manifest) und diskutierte darüber, wie wohl der Satz «Wenn Frauen die Schweiz gestalten, ...» enden könnte. Mit einem Podium, der Preisverleihung eines Textilwettbewerbs, mit Tanzperformances, Musikeinlagen und -ausklängen ging es weiter. Es war voll, die Stimmung war toll. Hingehen!

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