Die fantastische Bilderwelt von Erica Pedretti im Kunstmuseum Chur Fotos: Kunstmuseum Chur

Erica Pedretti. Fremd genug

Dank Corona ist die Churer Ausstellung über Erica Pedretti im Kunstmueseum Chur noch bis zum nächsten Sonntag zu sehen. Hingehen!

Neben ihrer Arbeit als Schriftstellerin hat Erica Pedretti als bildende Künstlerin ein faszinierendes Werk geschaffen. Katalin Deér und Lukas Furrer haben nun «Fremd genug» im Bündner Kunstmuseum Chur eingerichtet. Ein Gang durch Leben und Werk der Neunzigjährigen. Sie wurde 1930 in Sternberg in Tschechien geboren, übersiedelte 1946 in die Schweiz und lernte an der Kunstgewerbeschule in Zürich Silberschmiedin. Bald schuf sie erste klein-formatige Werke, die ihre leichten und luftigen Objekte der späteren Jahre vorwegnehmen. Nach einem längeren Aufenthalt in New York lebte sie mit ihrem Mann, dem Maler Gian Pedretti, und ihren fünf Kindern bis 1974 in Celerina, dann bis 2014 in La Neuveville am Bielersee und seither wieder im Engadin.
Der Sapziergang durch die angenehm kleine und darum hoch konzentrierte Ausstellung führt in phantastische Welten zu den «Flügelwesen», die Erica Pedretti in den 1970er-Jahren erstmals zeigte. Und wir sehen welche grosse Familie von vogel- oder fischähnlichen Objekten in den Jahrzehnten daraus wuchsen. Seit siebzig Jahren bald ist Erica Pedretti auch eine feinsinnige Zeichnerin. Intime Bilder als tagebuchartigen Notate stehen neben Skizzen, die Konstruktionen ihrer Objekte vorbereiten, Collagen auf Zeitungspapier neben Stillleben mit Blumen.

 

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