Köbi Gantenbein ist oft am Calanda unterwegs, wo der Wolf seit zehn Jahren lebt. Begegnet ist er ihm aber erst im Zoo.

Der Wolf und die Landschaft

Am 27. September stimmen wir über das neue Jagdgesetz ab. Wer zustimmt, sagt Ja zu einem verlorenen Bild von Landschaft. Schöne, biodiverse Landschaft braucht ein Nein.

1872 erschossen die Jäger am Monte Ceneri den für lange Zeit letzten Wolf in der Schweiz. Ausgerottet wurde dieses Tier nicht, weil es Rotkäppchen gefressen hat, sondern weil die Menschen seit dem 16. Jahrhundert die Landschaft tiefgreifend verändert haben. Weite \n\nWälder holzten sie ab für den Ausbau der Landwirtschaft und für den Holzhunger des industriellen Lebens. Holzverkauf war eine der wenigen Einkünfte in den Alpen. Mit dem Wald und der Wilderei der verarmten Menschen gingen auch Rehe, Gämsen und Hirsche unter. Der Wolf, seit Jahrhunderten ein Schweizer, machte darum Jagd auf Schafe, Ziegen und Kälber. Vor dem Menschen hatte er Respekt. Selbstverständlich wehrten sich diese für ihre Tiere. Und zwar rabiat: Seit 1872 war die Landschaft in der Schweiz wolflos. Bis in den 1990er-Jahren eingewanderte Wölfe im Wallis zahlreiche Schafe rissen. Aktuell leben rund achtzig Wölfe in zehn Rudeln in den Alpen und im Jura, begleitet vom Applaus der Bürolistinnen in der Stadt, argwöhnisch beäugt ...
Der Wolf und die Landschaft

Am 27. September stimmen wir über das neue Jagdgesetz ab. Wer zustimmt, sagt Ja zu einem verlorenen Bild von Landschaft. Schöne, biodiverse Landschaft braucht ein Nein.

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