Ashki ist ein Liebling aller Klimaspurinnen und -wanderer.

Postkarte Nr. 5 Ashki, der Klimaspürer

Klimaspurer sind eine vielfältige Gruppe. Sie laufen für sich, sie gründen Bekanntschaften. Und Ashki ist ein Liebling aller. Sind sie verloren im Gebüsch, findet er den Weg

Sechs sieben Stunden gemütliches Wandern. Die Klimaspurinnen laufen verträumt für sich, wenden sich andern zu, entdecken frühere Bekanntschaft, stiften neue, vertiefen sich laufend in Gespräche, trennen sich wieder, weil es auch schön ist, für sich Schritt vor Schritt zu setzen. Zwischen zwanzig und vierzig Leute wandern jeweils mit; Männer und Frauen zu etwa gleichen Teilen; Jaris, der jüngste, ist zwei Jahre alt; Lydia ist mit 84 Jahren die bisher älteste Wanderin, schritt rüstig mit und diskutierte angeregt am Ortstermin im Plantahof zur Landwirtschaft. Lateinlehrer sind in der Kolonne, eine Künstlerin ebenso wie eine Ingenieurin, ein Biologe, eine Landschaftsarchitektin. Unterwegs ist der bildungsbürgerliche, um den Zustand der Welt besorgte Mittelstand – der wandernde Arbeiter fehlt und Geflüchtete haben anders zu tun als nach Genf zu laufen. Der Liebling aller aber ist Ashki, der Klimaspurenhund aus Bex im Waadtland. Er trägt sein Gepäck selber, am Ende der Etappe spannt sein Freund Carl das Zelt am Waldrand oder im Garten einer Mitwanderin auf und am Morgen sind die Zwei wieder munter in der Kolonne. Und verliert sich eine im Gebüsch, weist er ihr den Weg zurück und hartnäckige Klimasünder am Wegrand knurrt er an - höflich, aber bestimmt. 

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