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Patrioten im Museum

Die Walliser sind berüchtigt dafür, doch die Bündnerinnen auch nicht schlecht und es scheint Beiden allerhand wert, was den Aargauern oder den Zürcherinnen wohl tuend egal ist – die kantonale Eigenart. Es ist nun beileibe nicht so, dass sie dann wichtig würde, wenn sich die Walliser in der «Üsserschwyz» bewegen oder die Bünderinnen «im Unterland». «Wie aber funktioniert das Design regionaler Identitäten heutzutag?», fragt Köbi Gantenbein. Hören oder lesen Sie den ganzen Kommentar des Chefredaktors.

Die Walliser sind berüchtigt dafür, doch die Bündnerinnen auch nicht schlecht und es scheint Beiden allerhand wert, was den Aargauern oder den Zürcherinnen wohl tuend egal ist – die kantonale Eigenart. Es ist nun beileibe nicht so, dass sie dann wichtig würde, wenn sich die Walliser in der «Üsserschwyz» bewegen oder die Bünderinnen «im Unterland». Wie aber funktioniert das Design regionaler Identitäten heutzutag. Auch der in den Walliser und Bündner Alpen wichtige Fremdenverkehr genügt als Erklärung allein nicht, wenn er einmal witzig und einmal blöd Stereotypen ausbeutet. Immerhin hat solche Lust zum Beispiel im Kanton Graubünden eine grosse Menge Bilder hervorgebracht vom Steinbock über die Zuneigung zum Subaru bis zur im nationalen Vergleich tiefen Quote an Gymnasiasten. Solche Zahlen, Gegenstände und Anekdoten dienten der Designerin Christina Luzzi und der Wissenschaftlerin Andrea Kauer für «GR. So ist Graubünden», einer witzigen Ausstellung im Rätischen Museum.Zwischen Holzlatten und –brettern zeigen die Zwei den Nähcomputer, der den Chrüzlistich kann oder führen die Helden von Jürg Jenatsch bis zu Gimma vor. Sie sammelten alles zum Steinbock in den Archiven des Museums und zählten zusammen, dass die Bewohner Graubündens so viel Sport treiben wie keine aus andern Kantonen- Und machten sich auch auf Spurensuche, weshalb zeitgenössische Architektur mehr Neugier finde in Graubünden als in Bern oder St. Gallen. Als Beitrag dazu haben sie flugs eine eigene Ausgabe von Hochparterre gestaltet, u.a. die Beiträge zum Bauen in Graubünden im Heft über die Jahre ausgezählt und herausgefunden, dass Bauten und Berichte über Graubünden dauernd auf den vorderen Rängen sind. Neben der Güte der Architekten und Bauherren aus diesem Kanton habe das wohl auch damit zu tun, dass der Chefredaktor des Heftes ein Bündner sei, denn diese schauen ja eher für die I...
Patrioten im Museum

Die Walliser sind berüchtigt dafür, doch die Bündnerinnen auch nicht schlecht und es scheint Beiden allerhand wert, was den Aargauern oder den Zürcherinnen wohl tuend egal ist – die kantonale Eigenart. Es ist nun beileibe nicht so, dass sie dann wichtig würde, wenn sich die Walliser in der «Üsserschwyz» bewegen oder die Bünderinnen «im Unterland». «Wie aber funktioniert das Design regionaler Identitäten heutzutag?», fragt Köbi Gantenbein. Hören oder lesen Sie den ganzen Kommentar des Chefredaktors.

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