Köbi Gantenbein. Fotos: Ralph Feiner

Leise Melancholie, rauhe Alpenlandschaft

Der nicht mehr gebrauchte Stall, Heidiland, Strassenbau, Alpkäserei und Kapelle – eine Spurensuche in den Alpen für ein Symposium zur Landschaftsmalerei im Kunstmuseum von Chur.

Stall auf Tresch ###Media_2###1727 bauten die Bauern-Zimmerleute den Stall auf Tresch in Sumvitg. Eine Konstruktion ohne einen Nagel. In dieser Kathedrale der Kuh hatten achtzig Tiere Platz. Das Dach wurde morsch, die Steine, die die Schindeln auf dem Dach gehalten hatten, fielen aufs Tenn. Die Ruine musste schliesslich vor neun Jahren einer Meliorationsstrasse weichen. Mit dem Stall auf Tresch verschwindet Architektur, und mit ihr verschwindet die Landschaft, deren Nutzung den Stall platziert und geformt hat. Das Gebüsch und der Wald wachsen; der Luchs, der Wolf und der Bär kommen. Und wo die Bauern bleiben, wird die Landschaft zu einer Monokultur aus fetten Wiesen, breiten Meliorationsstrassen und grossen Ställen. Mit Monokultur und Verwilderung geht ein Schatz an Wissen und Können verloren, den über viertausend Jahre alte Erfahrungen aufgehäuft haben. Diese Tradition lehrte die Menschen in den klimatischen, topografischen und ökologisch besonderen Verhältnissen der Alpen, was sie gegen die Kälte,...
Leise Melancholie, rauhe Alpenlandschaft

Der nicht mehr gebrauchte Stall, Heidiland, Strassenbau, Alpkäserei und Kapelle – eine Spurensuche in den Alpen für ein Symposium zur Landschaftsmalerei im Kunstmuseum von Chur.

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