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Hauseigentümer und Raumplanung

Neulich hat der Schweizer Hauseigentümerverband über «Raumplanung und Bodenrecht» nachgedacht. Ein Satz seines «Positionspapiers» fällt auf. Er heisst: «Der geltende Grundsatz der Trennung von Baugebiet und Nichtbaugebiet wird vom HEV mitgetragen». «Hoppla – welche Überraschung!», schreibt Köbi Gantenbein. Hören und lesen Sie die ganze Kolumne des Chefredaktors.

Der Schweizer Hauseigentümerverband ist ein wichtiger Mitspieler in Planung und Architektur. Seine Mitglieder versammeln so viel Reichtum wie wenn sich die Bankiers mit den Pharmageneralen treffen. Neulich hat der HEV über «Raumplanung und Bodenrecht» nachgedacht. Ein Satz seines «Positionspapiers» kam mir gestern unter die Augen. Er heisst: «Der geltende Grundsatz der Trennung von Baugebiet und Nichtbaugebiet wird vom HEV mitgetragen». Hoppla – welche Überraschung! Dieser Grundsatz ist ja einer der wenigen wirksamen Eingriffe des Staates in die dem Hauseigentümer und Konsorten heilige, freie Verfügbarkeit über Boden und Landschaft. Wer weiter liest, sieht diese «Position» denn auch bald wackeln. Bisher bedeutet «Nichtbaugebiet» hier wird nicht gebaut. Bis auf die vielen Ausnahmen. Der Verband fordert, dass das «Nichtbaugebiet» in sechs Zonen von der Schutz-, über die Agrar- bis zur Erholungszone zerlegt wird. Und für die «vielschichtigen Bedürfnisse», werden vielschichtige Bauten nötig. Nicht mehr als Ausnahme, sondern als Norm und Anspruch. Sein Auge wirft der Hauseigentümber Verband zum Beispiel auf die brachliegenden 50 000 Ställe ausserhalb der Bauzone. Aus jedem alten Stall «in Substanz erhalten» darf ein Wohnhaus werden. Der Profit ist beträchtlich und beträchtlich sind auch die Folgen auf die Zersiedelung und den Verkehr, denn die Stallbewohner wollen anders als die Kühe, ihre Vorfahren, Autos samt kommoder Strasse zu Stall – eines für den wegpendelnden Vater, eines für die haushaltende Mutter und eines für die Tochter, der es auf dem Land zu langweilig ist. Der Hinweis des Hauseigentümer Verbandes auf die schönen, alten Ställe auf der grünen Wiese ist gewiss bedenkenswert. Doch wo bleibt die in der «Ausgangslage» des Positionspapiers die versprochene «Gesamtschau»? Zum Beispiel auf die Landschaft und Siedlung Schweiz? Der Vorschlag, ...
Hauseigentümer und Raumplanung

Neulich hat der Schweizer Hauseigentümerverband über «Raumplanung und Bodenrecht» nachgedacht. Ein Satz seines «Positionspapiers» fällt auf. Er heisst: «Der geltende Grundsatz der Trennung von Baugebiet und Nichtbaugebiet wird vom HEV mitgetragen». «Hoppla – welche Überraschung!», schreibt Köbi Gantenbein. Hören und lesen Sie die ganze Kolumne des Chefredaktors.

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