Laax will nicht, dass im Hotel «Rustico» Asylanten einziehen.

Fremdenverkehr und Flüchtlinge

Die Gemeinde Laax kauft dem Kanton Graubünden ein Hotel vor der Nase weg, damit dieser darin kein Asylzentrum bauen kann. Der Fremde mit Geld ist willkommen, der Fremde in Not soll anderswo hin. Eine schamlose und folgenschwere Geschichte.

Die Geschichte begann im letzten Dezember. Christian Rathgeb, der freisinnige Vorsteher des Departementes für Justiz, Sicherheit und Gesundheit, gab bekannt, dass der Kanton das heruntergekommene Hotel «Rustico» in Laax mieten werde, um dort Flüchtlinge unterzubringen, die in der Schweiz um Asyl nachsuchen. Der Kanton führt wie jeder andere solche Zentren, unter anderem in einem alten, grossen Haus in einer Gemeinde unweit von Laax, aber auch in Davos, Chur und Cazis. Von Klagen über die Gestrandeten hört man nichts. Die Laaxer aber regten sich auf, ihre Elite – so auch Reto Gurtner, der Besitzer und Lenker der Weissen Arena Gruppe – machte Stimmung, drohte mit Steuerboykott und beteuerte, nicht fremdenfeindlich zu sein. Das mag sein, aber ihre Kampagne war ruchlos und hat prompt alle möglichen Leute aufgeheizt von Ferienhausbesitzern, die um den Wert ihrer Immobilie fürchteten bis zu braven Bürgern, die die Ehre ihrer Töchter in Gefahr sahen. «Keine Asylanten im Hotel Rustico» aber auch kein...
Fremdenverkehr und Flüchtlinge

Die Gemeinde Laax kauft dem Kanton Graubünden ein Hotel vor der Nase weg, damit dieser darin kein Asylzentrum bauen kann. Der Fremde mit Geld ist willkommen, der Fremde in Not soll anderswo hin. Eine schamlose und folgenschwere Geschichte.

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