Das Plakat zum 1. Mai 2012 von Barbara Galizia Fotos: Barbara Galizia

Folklore der Arbeiterbewegung

Das Kapital hält Griechenland, Spanien und Italien im Würgegriff. In der Schweiz sacken seine oberen Chargen hemmungslos skandalöse Geld ein. Und 2 Prozent kontrollieren mehr Vermögen als die restlichen 98 Prozent der Bevölkerung. «Mehr Schutz, Lohn und Rente» ist die Antwort des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes zum 1. Mai. Barbara Galizia, Grafikschülerin aus Luzern, hat ihm dafür das Plakat gestaltet. Eine Jakobsnotiz über junge Grafik und die Schönheit, konservativ zu sein.

«Lohn – Rente – Schutz: Mehr» Gut so. Die Forderung steht zu lesen auf dem Plakat für den 1. Mai 2012, das Barbara Galizia für den Gewerkschaftsbund gestaltet hat. Die Designerin ist in der Lehre an der Fachklasse für Grafik in Luzern, wo der SGB seinen Wettbewerb fürs das Plakat platziert hatte. Wie die guten und aufrichtigen Schweizer haben auch alle, die sich ihr Leben dank Lohnarbeit leisten können, eine reiche Tradition und lüpfige Folklore – also wir. Und es ist gut, schön und richtig, den konservativen Diskurs der Folklore für den sozialen und politischen Kampf zu nutzen. Denn es gibt nach vielen Jahren auch erfolgreichem Einsatz für Lohn und Rente, durchaus etwas zu verteidigen. Wie nötig das ist, zeigt das Geschwätz eines Ideologen der Arbeitgeber, der jüngst gegen existenzsichernde Löhne aufs Feld gezogen ist. Die mit Lohn ihr Brot holen haben nicht nur eine verbale, sondern auch eine visuelle Tradition. Barbara Galizia hat ihr Plakat darauf gebaut. Wie frisch und froh gestalter...
Folklore der Arbeiterbewegung

Das Kapital hält Griechenland, Spanien und Italien im Würgegriff. In der Schweiz sacken seine oberen Chargen hemmungslos skandalöse Geld ein. Und 2 Prozent kontrollieren mehr Vermögen als die restlichen 98 Prozent der Bevölkerung. «Mehr Schutz, Lohn und Rente» ist die Antwort des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes zum 1. Mai. Barbara Galizia, Grafikschülerin aus Luzern, hat ihm dafür das Plakat gestaltet. Eine Jakobsnotiz über junge Grafik und die Schönheit, konservativ zu sein.

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