Hochparterres Chefredaktor Köbi Gantenbein

Die Melancholie des Randulin

Das Berggebiet soll auf die Melancholie des Randulin setzen und den Staat kritisieren, der seine Raumplanung falsch macht.

Weiterlesen für Abonnenten.«Che fast qu tü randulin ourasom sün quel manzin. Eu sun qua per t' tü nu’t  dessast  maridar». Das ist ein Gassenhauer aus dem Unterengadin. Il randulin, die Schwalbe, der Auswanderer, bittet in seinem Lied das Mädchen mit Heiraten zu warten bis er wieder komme. Er ging nach Genua, wurde reich als Zuckerbäcker, kam zurück, baute einen Palast und tanzte mit dem Mädchen die ganze Nacht. Die Schweizer Gesellschaft hat Milliarden in Entwicklung ihrer ländlichen und alpinen Regionen gesteckt. Die Kritik frägt: Was hat das gebracht? Neben ab und zu unsinnigen Investitionen in martialischen Tiefbau brachte es viel Wichtiges: Schul- und Gemeindehäuser, elektrisches Licht, Arbeit und die Gewissheit: Die dort oben gehören dazu. Die dort oben gehen auch zur Schule, rüsten sich aus und haben gerne Kalt&Warmwasser im Haus. Neben der eindrücklichen Solidarität über die Räume brachte es den Metropolen viel Nutzen: Die Wasserkraft ist ebenso gut im Schuss wie di...
Die Melancholie des Randulin

Das Berggebiet soll auf die Melancholie des Randulin setzen und den Staat kritisieren, der seine Raumplanung falsch macht.

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