Köbi Gantenbein, Hochparterres Chefredaktor.

Das Wallis ist überall

«Ziel ist es, in den Bergen zur Welt zu kommen, die Schule zu besuchen und nach den Wanderjahren wieder zurückkommen, weil es dort vielfältige Arbeitsplätze, ein grosszügiges Sozial-, Familien- und Kulturangebot gibt.» Die Regierungskonferenz der Gebirgskantone präsentierten eine «Räumliche Strategie der alpin geprägten Räume der Schweiz».

«Ziel ist es, in den Bergen zur Welt zu kommen, die Schule zu besuchen und nach den Wanderjahren wieder zurückkommen, weil es dort vielfältige Arbeitsplätze, ein grosszügiges Sozial-, Familien- und Kulturangebot gibt.» So sprach neulich Mario Cavigelli, Regierungsrat des Kantons Graubünden und Präsident der Regierungskonferenz der Gebirgskantone in Bern. Er und seine Kollegen aus dem Tessin, Uri, Wallis, Ob- und Nidwalden und Glarus präsentierten eine «Räumliche Strategie der alpin geprägten Räume der Schweiz». Zusammengefasst: «Hallo, wir sind auch jemand!»Lob gehört den Sieben gewiss, dass sie nicht nur gegen das «Raumkonzept Schweiz» maulen, sondern mit einem eigenen Projekt dessen Schwäche kritisieren. Es beschäftigt sich ja gar stark mit der Zuversicht der Stadtlandschaft zwischen Boden- und Genfersee. Heiter aber, in welche Bilder die Erkenntnisse gepackt werden: Da brummen in den Alpen «städtische und touristische Motoren», da rauchen «Motoren der Erreichbarkeit» und Pärke oder Biosphären-Reservate knattern von nun an als «Naturmotoren» hinauf zum ewigen Schnee. Damit das Dieselöl der Motoren fliesst, wollen die Sieben unter anderem, dass die die Umwelt und die Landschaft schützenden Bundesgesetze in alpinen Terrains nicht unerbittlich angewendet werden. Künftig gilt: «Das Wallis ist überall!» Das Bild der fauchenden, knatternden und brummenden Motoren steht für Entwicklungs- und Verteilmuster aus dem letzten Jahrhundert. Wir wollen auch Hochhäuser, Hochleistungsstrassen und die anderen Hochämter des Fortschritts. Phantasievolle Vorschläge fehlen. Die alpine Eigenart in Landschaft und Kultur tänzelt nur als Girlande ums Programm und müsste doch sein Kern sein. Denn heftiger als in den milderen Schweizer Räumen werden die Folgen des Raubbaus räumlich und lebenspraktisch in den alpinen Regionen wirken. Und so warten wir heiter, ob das Papi...
Das Wallis ist überall

«Ziel ist es, in den Bergen zur Welt zu kommen, die Schule zu besuchen und nach den Wanderjahren wieder zurückkommen, weil es dort vielfältige Arbeitsplätze, ein grosszügiges Sozial-, Familien- und Kulturangebot gibt.» Die Regierungskonferenz der Gebirgskantone präsentierten eine «Räumliche Strategie der alpin geprägten Räume der Schweiz».

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